Letztes Update:
20210208212909

Bundesregierung zeigt sich besorgt über Infektionen in Belm

14:41
08.02.2021
Das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 bei bereits zwei mal geimpften Heimbewohnern im Kreis Osnabrück wird auch das Robert Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut beschäftigten. Er habe beide Institute am Montag um eine Prüfung gebeten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Die Infektionen nach den Impfungen beschäftigten die Behörden sehr.

Spahn betonte, es könne mehrere Erklärungen geben. Unter anderem könne es sein, dass die Patientinnen und Patienten bereits vor vielen Wochen mit dem Coronavirus infiziert waren, die Infektionen aber unerkannt geblieben seien. Anhand des Falls sei auch nicht auszuschließen, dass die Impfungen die Infektionen nicht verhindert hätten, sondern nur den Krankheitsverlauf abmilderten. Oder es hänge damit zusammen, dass es nach der Impfung eine Zeit lang dauere bis zum vollen Impfschutz.

In der Einrichtung wurde bei insgesamt 14 Senioren die britische Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen. Alle Bewohner hatten am 25. Januar die zweite Impfung erhalten. Bislang wurden nach Angaben der Heimleitung von Montag nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern festgestellt.

Michael Rabba

Virologe nach Infektionen mit Corona-Mutation nach Impfung gelassen

14:24
08.02.2021
Das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 nach zwei erfolgten Impfungen bei Heimbewohnern im niedersächsischen Belm bei Osnabrück ist aus Sicht des Virologen Andreas Dotzauer kein Anlass zur Beunruhigung. Nach der ersten Impfung vergingen etwa zehn Tage, bis schützende Antikörper nachgewiesen würden und nach der zweiten Impfung brauche es noch mal Zeit, bis sich die besonders starken Antikörper gebildet hätten, sagte der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung der Universität Bremen am Montag auf Anfrage.

Neben der Vermeidung von Infektionen sei es auch ein Ziel, die Symptomatik und Schwere des Krankheitsverlaufes drastisch zu reduzieren. Das sei in Belm nach bisherigem Stand offenbar der Fall, und das selbst bei der Virusvariante. In der Einrichtung wurde bei 14 Senioren das Virus B.1.1.7 nachgewiesen. Alle Bewohner erhielten am 25. Januar die zweite Impfung.

Bislang wurden nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern festgestellt. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden vom vergangenen Samstag an gerechnet unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt. Es gebe in diesem Fall keine Möglichkeit, sich frei testen zu lassen, sagte der Sprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff.

Michael Rabba

Österreich spricht Reisewarnung für sein Bundesland Tirol aus

13:19
08.02.2021
Österreich hat für das eigene Bundesland Tirol aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage ab sofort eine Reisewarnung verhängt. Das erklärte die Bundesregierung am Montag in Wien. Zuletzt war es in Tirol zu einer starken Ausbreitung der ansteckenderen südafrikanischen Coronavirus-Variante gekommen. „Daher ist alles zu tun, um zu verhindern, dass sich diese Mutationen immer weiter ausbreiten“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die politische Riege Tirols hatte sich im Vorfeld vehement gegen Verschärfungen ausgesprochen und kurz vor der Verkündung ein eigenes Maßnahmenpaket verkündet.

Jean-Pierre Fellmer