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Umfrage: Jeder zweite Deutsche gegen Lockerung des Corona-Lockdowns

14:42
07.02.2021
Jeder zweite Deutsche ist gegen eine Lockerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 37 Prozent für eine Verlängerung der bisherigen Einschränkungen über den 14. Februar hinaus, weitere 13 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Dagegen sind 30 Prozent für eine Lockerung und 13 Prozent für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 7 Prozent machten keine Angaben.

Die Akzeptanz der ergriffenen Maßnahmen schwindet allerdings: Anfang Januar - vor der letzten Verlängerung des Lockdowns - waren noch fast zwei Drittel (65 Prozent) für eine Beibehaltung oder Verschärfung der Maßnahmen. Sehr skeptisch wird auch die Bereitschaft zur Einhaltung der Maßnahmen gesehen. Nur jeder Dritte (33 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass die Einschränkungen ausreichend befolgt werden. 55 Prozent haben dagegen den Eindruck, dass das nicht der Fall ist.

Der Lockdown ist bis zum 14. Februar befristet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät an diesem Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über eine Verlängerung der Mitte Dezember beschlossenen Maßnahmen, zu denen die Schließung der meisten Geschäfte, der Hotels und Gaststätten sowie der Schulen und Kitas gehören.

Michael Rabba

Gegner von Corona-Maßnahmen ziehen mit rund 250 Autos durch Hamburg

14:09
07.02.2021
Mit einem Autokorso sind am Samstag mehrere Dutzend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen durch die Stadt gezogen. „Eigentlich waren 100 Fahrzeuge angemeldet. Dem Korso haben sich im Verlauf aber immer mehr angeschlossen. In der Spitze haben die Kollegen mehr als 250 Fahrzeuge gezählt“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der Zug wurde deshalb wenig später gestoppt und auf die erlaubten 100 Autos beschränkt.

Die Auto-Demo unter dem Motto „Wie soll es weiter gehen?“ hatte für teils erhebliche, aber nur kurzzeitige Verkehrsbehinderungen gesorgt. Zudem hätten sich mehrere Anwohner in den Stadtteilen Winterhude, Eppendorf und Eimsbüttel wegen des Lärms der Autokolonne beschwert. Die Fahrzeuge waren laut hupend durch die Stadt gefahren. Während der Demo hätten sich die Teilnehmer an die Corona-Regeln gehalten, sagte der Polizeisprecher.

Michael Rabba

Bürgermeister: Kontaktermittlung auch bei hoher Inzidenz möglich

13:35
07.02.2021
 Mehrere Bürgermeister deutscher Großstädte behaupten, eine Kontaktnachverfolgung von coronapositiv getesteten Menschen sei auch dann möglich, wenn die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen über 50 liege. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sagte der „Welt am Sonntag“, dass man in ihrer Stadt seit Monaten in der Lage sei, trotz Werten über 50 sowohl die positiv Getesteten als auch die Kontaktpersonen „innerhalb von 24 Stunden zu kontaktieren und Quarantäneanordnungen zu verhängen“.

Ähnliche Angaben machten auch Stadtoberhäupter aus München, Leipzig und Düsseldorf. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte der Zeitung, seine Stadt könne alle Kontakte nachverfolgen - trotz einer Inzidenz von aktuell 71,2.

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, verwies in diesem Zusammenhang auf die schnelle Einführung von IT-Lösungen in Großstädten: „Die dortigen Lösungen laufen rund und befähigen die Gesundheitsämter dieser Städte schon jetzt, auch bei einer Inzidenz weit über 50 die Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Das wird nur in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.“ Dedy räumte allerdings ein, dass bundesweit nicht alle Ämter bei hohen Inzidenzen so umfassend agieren könnten.

Max Seidenfaden