Letztes Update:
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Althusmann fürchtet Corona-Müdigkeit in Bevölkerung

13:05
06.02.2021
Vor den Folgen einer Corona-Müdigkeit in der Bevölkerung hat Niedersachsens CDU-Landeschef und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann gewarnt. Das Vertrauen der Menschen drohe verloren zu gehen, sagte Althusmann am Samstag auf dem weitestgehend online organisierten CDU-Landesparteitag in Hildesheim. Das Corona-Virus mit seinen Mutationen sei eine große Gefahr, die größte Gefahr sei allerdings der Spaltpilz. Mit einem Stufenplan, einem Impfplan und einem Testplan müsse die Regierung den Menschen in Niedersachsen zeigen, dass sie handlungsfähig ist. Insbesondere das großflächige Testen von Schülern, Lehrkräften und Erzieherinnen müsse nun vorangetrieben werden.

Mit klaren Worten kritisierte Althusmann den holprigen Impfstart und die Terminvergabe an die zunächst impfberechtigten alten Menschen. „Das hat die ältere Generation in unserem Land nicht verdient.“ Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hatte für die Organisation der Impfungen vielfältige Kritik einstecken müssen.

Max Seidenfaden

Johnson telefoniert mit Macron: Engere Zusammenarbeit gegen Covid-19

12:52
06.02.2021
Der britische Premierminister Boris Johnson und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie enger zusammenarbeiten. Die beiden seien sich einig, dass es bei der Verteilung der Impfstoffe eine „kooperative Anstrengung zwischen Regierungen“ geben müsse, hieß es von einem britischen Regierungssprecher am Freitagabend, nachdem Johnson und Macron telefoniert hatten.

In den vergangenen Tagen war die Stimmung zwischen Großbritannien und den EU-Ländern zunehmend angespannt. Hintergrund ist der Streit um Lieferkürzungen des britischen-schwedischen Impfstoffherstellers Astrazeneca an die EU. Durch eine zeitweise Erwägung der EU, Kontrollen an der irisch-nordirischen Grenze einzuführen, um den Export von Vakzinen zu überwachen, ist der Streit um das sogenannnte Nordirland-Protokoll neu entbrannt - obwohl die EU mit ihrer Ankündigung schnell zurückgerudert war.

Max Seidenfaden

Olaf Scholz sagt Impfstoff-Herstellern finanzielle Unterstützung zu

12:28
06.02.2021
Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Pharma-Unternehmen, die Corona-Impfstoffe herstellen, bei Bedarf finanzielle Unterstützung zugesagt. „Ich spreche mit Unternehmen und frage: Gibt es eine Stelle, wo wir mit öffentlichen Mitteln privatwirtschaftliche Entscheidungen erleichtern können?“, sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). „Wenn eine Firma (...) Sorge hat, soll sie das klipp und klar sagen und wir lösen das Problem. Am Geld wird die schnellere Beschaffung von Impfstoff jedenfalls nicht scheitern.“

Seine Kritik an der Impfstoff-Beschaffung der EU erhielt er indes aufrecht: „Alles, was wir heute wissen, kann man nur so zusammenfassen: Es hätte mehr Impfstoff bestellt werden können und müssen. Das ist unterblieben. Das sollte niemand beschönigen.“

Wenige Tage vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zur Corona-Pandemie am Mittwoch sagte Scholz, dass es noch zu früh sei, um über Lockerungen zu sprechen. Man wolle aber gemeinsam über Öffnungsstrategien sprechen. „Sobald Lockerungen möglich sind, haben Schulen und Kitas für mich oberste Priorität.“ Insbesondere Grundschüler hätten es sehr schwer, da sie den persönlichen Kontakt zu Lehrerinnen und Lehrern besonders brauchen würden, so Scholz. „Da hilft auch kein technischer Fortschritt.“

Max Seidenfaden