- Der Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca kann in Niedersachsen voraussichtlich in der kommenden Woche erstmals eingesetzt werden. An diesem Samstag wird eine erste Lieferung von 33 600 Impfdosen erwartet, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover. In den darauffolgenden beiden Wochen sollen je 38 400 Dosen geliefert werden, in der letzten Februarwoche dann 96 000 Impfdosen.
- Inzwischen sind in Niedersachsen 166 Fälle von Coronavirus-Mutationen nachgewiesen worden. Nach Informationen des Landesgesundheitsamtes ging es in 97 Fällen um die britische und in einem Fall um die südafrikanische Variante, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Hannover mitteilte. In 68 Fällen konnten die Varianten noch nicht näher identifiziert werden. Eine repräsentative flächendeckende Untersuchung zu Virusvarianten gibt es in Niedersachsen noch nicht, sie soll aber in Kürze beginnen. Eine Zuordnung der Infektionen mit einer Virusvariante zu Landkreisen und Städten war nach Ministeriumsangaben nicht möglich.
- Das Land Niedersachsen will in Kitas und Schulen Corona-Schnelltests für Beschäftigte anbieten. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir zu einem Testangebot für unsere Lehrkräfte und das Kita-Personal kommen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Ab wann es die Tests geben soll, konnte der Minister noch nicht genau sagen. Sein Ministerium werde dazu bald Details bekannt geben. „Wir wollen die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen und das individuelle Sicherheitsempfinden unterstützen. Mit Tests können wir hierzu einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Tonne.
Deutschland und die Welt:
- Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.
- Gesundheitsminister Jens Spahn hat eine Lockerung der Corona-Beschränkungen angemahnt. "Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft." Bei den Lockerungen seien "auf jeden Fall zuerst Kitas und Schulen dran", führte Spahn aus.