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Was am Donnerstag, 4. Februar, wichtig war

21:09
04.02.2021
Bremen und Niedersachsen:

  • Der Corona-Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca kann in Niedersachsen voraussichtlich in der kommenden Woche erstmals eingesetzt werden. An diesem Samstag wird eine erste Lieferung von 33 600 Impfdosen erwartet, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Donnerstag in Hannover. In den darauffolgenden beiden Wochen sollen je 38 400 Dosen geliefert werden, in der letzten Februarwoche dann 96 000 Impfdosen.
  • Inzwischen sind in Niedersachsen 166 Fälle von Coronavirus-Mutationen nachgewiesen worden. Nach Informationen des Landesgesundheitsamtes ging es in 97 Fällen um die britische und in einem Fall um die südafrikanische Variante, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Hannover mitteilte. In 68 Fällen konnten die Varianten noch nicht näher identifiziert werden. Eine repräsentative flächendeckende Untersuchung zu Virusvarianten gibt es in Niedersachsen noch nicht, sie soll aber in Kürze beginnen. Eine Zuordnung der Infektionen mit einer Virusvariante zu Landkreisen und Städten war nach Ministeriumsangaben nicht möglich.
  • Das Land Niedersachsen will in Kitas und Schulen Corona-Schnelltests für Beschäftigte anbieten. „Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir zu einem Testangebot für unsere Lehrkräfte und das Kita-Personal kommen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Ab wann es die Tests geben soll, konnte der Minister noch nicht genau sagen. Sein Ministerium werde dazu bald Details bekannt geben. „Wir wollen die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen und das individuelle Sicherheitsempfinden unterstützen. Mit Tests können wir hierzu einen wichtigen Beitrag leisten“, sagte Tonne. 

Deutschland und die Welt:

  • Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17.553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. 
  • Gesundheitsminister Jens Spahn hat eine Lockerung der Corona-Beschränkungen angemahnt. "Wir können nicht den ganzen Winter in diesem harten Lockdown bleiben", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das würden wir nicht gut aushalten als Gesellschaft." Bei den Lockerungen seien "auf jeden Fall zuerst Kitas und Schulen dran", führte Spahn aus. 

Anna Zacharias

Ethikrat spricht sich gegen Sonderrechte im Sport aus

21:08
04.02.2021
Keine Bevorzugung für Athleten und auch keine aufgehobenen Einschränkungen für geimpfte Zuschauer: In der Impf-Debatte spricht sich der Deutsche Ethikrat gegen Sonderrechte für den Profisport aus. „Profisportler haben aus sich selbst heraus im Vergleich zu den Hochrisikogruppen deutlich geringere Risiken und setzen sich selbst auch nicht für andere Risiken aus“, sagte die Vorsitzende des Ethikrates, Alena Buyx (43), am Donnerstag in Berlin. „Deswegen würde ich sagen, dass Profisportler nicht unter diese Priorisierungsregeln fallen und man da nicht eine Art von Sonderausnahme machen sollte.“

Offiziell betonen das Internationale Olympische Komitee und hochrangige Bundesliga-Vertreter stets, dass der Profisport keine privilegierte Behandlung erwartet. Zuletzt hatte es jedoch erste hoffnungsvolle Stimmen aus der Branche gegeben, dass durch die Impfungen bald wieder Fans Spiele live im Stadion verfolgen können, wenn von ihnen kein Ansteckungsrisiko mehr ausgehen könne. „Das gilt natürlich auch für andere Bereiche wie zum Beispiel Restaurants, Kultureinrichtungen und Sport“, sagte Jan Lehmann, Finanzvorstand des Fußball-Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 der „Sport Bild“. „Dabei geht es nicht um Privilegien, sondern darum, harte Einschränkungen wieder zurückzunehmen.“

Anna Zacharias