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Corona-Impfpass: EU-Experten einig über Eckpunkte

20:30
28.01.2021
Die Europäische Union treibt die Einführung von Corona-Impfpässen voran. Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, haben sich die EU-Staaten auf Empfehlungen geeinigt, welche Informationen solche Dokumente enthalten sollen. Ziel ist die Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung in den 27 Staaten.

Impfnachweise sollen demnach sowohl in Papier- als auch in elektronischer Form möglich sein. Neben Basisinformationen etwa zu Personalien, dem verwendeten Impfstoff und der ausstellenden Behörden soll es eine Art elektronisches Siegel geben, etwa einen QR-Code oder eine Registrierung. Ziel sei, den Impfstatus einer Person rasch und eindeutig festzustellen, heißt es in den Richtlinien. Später könnten damit auch weitere Informationen verlinkt werden.

Die Richtlinien werden nun weiter beraten und ausgearbeitet. Wann die vergleichbaren Impfzertifikate eingeführt werden, blieb offen. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides erklärte: „Gegenseitig anerkannte Impfnachweise werden ein wichtiges Instrument für die Bürger während der Pandemie, aber auch, nachdem wir sie überwunden haben.“

Malte Bürger

UN-Generalsekretär: Corona-Impfstoffe „großer moralischer Test“

20:02
28.01.2021
Die Verteilung der Corona-Impfstoffe rund um den Globus ist nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres ein „großer moralischer Test“ für die Welt. Die Bekämpfung der Pandemie müsse in diesem Jahr höchste Priorität haben, sagte Guterres am Donnerstag vor der UN-Vollversammlung in New York. Bisher sei die Verteilung jedoch nicht gerecht. „Die Impfstoffe erreichen einige Länder schnell, währen die ärmsten Länder fast gar nichts haben. Die Wissenschaft hat Erfolg - aber die Solidarität scheitert.“

Die Impfstoffe müssten als „Allgemeingut“ für alle zugänglich und erschwinglich sein, forderte Guterres. Das vergangene Jahr nannte der ehemalige portugiesische Ministerpräsident ein Jahr voller „Tod, Desaster und Verzweiflung“. Die Krise biete aber auch eine Chance. 2021 könne „ein Jahr voller Möglichkeiten und Hoffnung“ werden.

Malte Bürger

Corona-Lockdown in Dänemark bis Ende Februar verlängert

19:10
28.01.2021
Dänemark wird auch den gesamten Februar im Lockdown ausharren müssen. Die strikten Corona-Maßnahmen wurden am Donnerstag um weitere drei Wochen bis zum 28. Februar verlängert, wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekanntgab. Damit bleiben Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants, Fitnessstudios und viele weitere Einrichtungen aufgrund der Sorgen vor einer weiteren Ausbreitung von mutierten Coronavirus-Varianten geschlossen.

Auch die Schulen im nördlichsten deutschen Nachbarland bleiben zu. Es bestehe aber Hoffnung, dass die jüngeren Schüler bis zur vierten Klassen bereits vor dem 28. Februar in ihre Klassenräume zurückkehren könnten, kündigte Frederiksen an. Dazu werde man voraussichtlich Anfang nächster Woche mehr sagen können.

Zugleich bleiben auch die dänischen Grenzen für die meisten Ausländer weitgehend dicht. Ins Land kommt in der Regel nur, wer einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen Corona-Test vorweisen kann, der höchstens 24 Stunden alt ist. Für Menschen aus Schleswig-Holstein reicht neben einem Einreisegrund wie einem Arbeitsplatz in Dänemark oder engen familiären Kontakten ein Bescheid, der höchstens eine Woche alt ist. Ohne triftigen Grund müssen auch sie einen neueren negativen Test vorlegen.

Malte Bürger