Zur frühen Erkennung und effektiven Bekämpfung von Coronavirus-Mutationen will Großbritannien eine internationale Plattform schaffen. Die sogenannte New Variant Assessment Platform unter der Federführung der Gesundheitsbehörde Public Health England solle Länder mit geringerer Expertise bei der genetischen Untersuchung positiver Corona-Proben unterstützen, wie Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag mitteilte.
Die neue Plattform werde helfen, das Virus und seine Verbreitung besser zu verstehen, sagte Hancock bei einer Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House. Viele Länder hätten nicht die notwendigen Kapazitäten. In Großbritannien hingegen würden zehnmal so viele Proben sequenziert wie in vielen anderen Ländern. Daher sei man bereit, die Expertise zu teilen. Britische Experten könnten sowohl aus der Ferne beraten und unterstützen als auch Material bereitstellen - außerdem sollen auch Proben zur Sequenzierung eingeschickt werden können.
Ab wann die Plattform starten soll und wie Staaten sie konkret in Anspruch nehmen können sollen, blieb zunächst offen. Staaten könnten sich jedoch an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder direkt an Großbritannien wenden, hieß es.