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Habeck: Homeoffice und FFP2-Masken gegen Coronavirus

09:35
18.01.2021
Grünen-Parteichef Robert Habeck hat einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefordert. „Das ist ein sehr leicht durchzusetzendes Instrument“, sagte Habeck am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. 40 Prozent der Menschen in Deutschland könnten von zuhause aus arbeiten, aber nur 14 Prozent täten dies aktuell, sagte er. „Wir waren schon mal besser.“

In den geltenden Bund-Länder-Beschlüssen heißt es, Arbeitgeber seien „dringend gebeten, Homeoffice-Möglichkeiten“ zu schaffen. Eine Vorschrift gibt es nicht. Ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht zwar vor, dass Arbeitnehmer das Recht bekommen sollen, einen Wunsch nach regelmäßigem mobilen Arbeiten mit dem Arbeitgeber zu erörtern. Ein ursprünglich angedachtes Recht auf Homeoffice ist allerdings nicht mehr geplant - die Union ist dagegen.

Als zweites Instrument forderte Habeck den Einsatz von FFP2-Masken möglichst überall im öffentlichen Leben. „Es wäre sinnvoll, die FFP2-Masken, die sehr teuer sind, zu subventionieren und sie für diejenigen, die es nicht so dicke haben, kostenlos abzugeben.“ FFP2-Masken schützen besser vor Ansteckung als herkömmliche Stoffmasken.

Max Seidenfaden

Althusmann sieht übermäßige Bürokratie bei Corona-Hilfen

09:06
18.01.2021
Die Corona-Hilfen des Bundes für die Wirtschaft sind nach Ansicht des niedersächsischen Wirtschaftsministers Bernd Althusmann (CDU) übermäßig bürokratisch. Auch werde das Geld zu langsam ausgezahlt, sagte er der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom Montag. „Wenn Hilfen zu spät bei den Unternehmen ankommen, droht der Verlust wirtschaftlicher Existenzen“, sagte Althusmann. „Wir werden Zusammenbrüche und Insolvenzen erleben, die vor allem den Mittelstand treffen, der nicht über die Liquidität und die Reserven der Industrie verfügt.“

Althusmann erwartet nach bisherigen Angaben etwa 5000 Firmenpleiten in Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie. „Wenn mir selbst Fachleute aus der Ministerialverwaltung, die seit Jahren mit staatlichen Förderprogrammen umgehen, sagen, die Beantragung der Corona-Hilfen sei kompliziert, dann ist es ernst“, sagte er.

Aus dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin verlautete am Wochenende, die Antragsverfahren für die Hilfen sollten vereinfacht werden.

Max Seidenfaden

Australien will Grenzen für Reisende auch 2021 geschlossen halten

08:24
18.01.2021
Australien wird seine Grenzen für internationalen Reiseverkehr voraussichtlich auch 2021 nicht öffnen. „Ich denke, das ist die große Frage. Aber ich glaube, die Antwort ist Nein“, sagte der Chefmediziner der australischen Regierung, Brendan Murphy, am Montag. Selbst wenn ein großer Teil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sei, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Geimpften es weiterhin an andere übertragen könnten. „Ich denke, dass es den größten Teil dieses Jahres immer noch erhebliche Grenzbeschränkungen geben wird“, so Murphy.

Das Land hat seine Landesgrenzen seit März 2020 geschlossen. Auch wegen dieser Maßnahme ist Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern bislang vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Es wurden insgesamt bisher knapp 29 000 Infektionen verzeichnet, rund 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Das Leben ist vielerorts mittlerweile wieder relativ normal. Für zahlreiche Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Familien, die Angehörige im Ausland haben, seien die Pläne aber eine bittere Nachricht, so das Nachrichtenportal news.com.au.

Max Seidenfaden