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20210118063053

Kultusminister zu Corona: „Wir nehmen den Kindern gerade alles weg“

06:30
18.01.2021
 Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat auf die Entbehrungen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise hingewiesen. „Wir nehmen den Kindern gerade alles weg, was ihr Leben ausmacht: Hobbys, Freunde treffen, Veranstaltungen besuchen, ins Kino gehen, zusammen feiern“, sagte Tonne der „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Montag). „Und nun mussten wir auch noch den Schulbesuch - die letzte verbliebene Möglichkeit, Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben - massiv einschränken und nahezu auf null herunterfahren“. Diese Situation könne man nicht beliebig lange fortführen.

An eine baldige komplette Wiedereröffnung der Schulen glaubt Tonne jedoch nicht. „Keiner geht davon aus, dass wir im Februar schon wieder halbwegs normal in den Schulalltag starten“, sagte er.

Max Seidenfaden

Söder: Länder müssen Corona-Beschlüsse konsequenter umsetzen

05:40
18.01.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die anderen Bundesländer vor den Bund-Länder-Beratungen aufgefordert, gemeinsam gefasste Beschlüsse zur Eindämmung der Corona-Pandemie konsequenter umzusetzen. „Die Hälfte der Länder macht ja was ganz anderes“ sagte der CSU-Chef am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Anne Will“. Deshalb stelle sich immer wieder die Frage: „Warum beschließen wir etwas, wo dann die Hälfte das anders macht?“ Söder mahnte zur konsequenten Anwendung und Umsetzung dessen, was von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen wird. „Ich halte auch nichts von endlosen Differenzierungen. Denn nur was für alle gilt, ist verständlich.“

Sein eigenes Bundesland sieht Söder im Kampf gegen die Pandemie gut aufgestellt und nannte als Beispiele unter anderem die ab Montagmorgen geltende FFP2-Maskenpflicht und die bestehenden nächtlichen Ausgangssperren. Da müsse an keiner Schraube mehr gedreht werden, glaube er. Bayern liegt bei der Zahl der Neuinfektionen im Ländervergleich im vorderen Drittel.

Max Seidenfaden

7141 Corona-Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle gemeldet

05:00
18.01.2021
 Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das ist laut RKI der niedrigste Wert an Neuinfektionen seit dem 20. Oktober. Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Seit dem 14. Dezember war der Wert nicht mehr so niedrig. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Max Seidenfaden