Profisportler sollten bei der Impfung gegen das Coronavirus nach Meinung von DFL-Chef Christian Seifert und HBL-Boss Frank Bohmann keinen Vorzug vor anderen Gruppen erhalten. „Ich persönlich denke, dass Profisportler nicht zu denen gehören, die prioritär geimpft werden sollten“, sagte Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). „In Deutschland werden Sie meiner Einschätzung nach keine Liga hören, die fordert, dass Profisportler zuerst geimpft werden sollen“, sagte der 51-Jährige.
„Der Profisport hat seinerzeit von Anfang an klargestellt, dass wir uns mit den wenigen Tausenden Tests, die wir zur Aufrechterhaltung unseres Spielbetriebs benötigen, hinten anstellen, sofern diese eine Einschränkung der allgemeinen medizinischen Versorgung bedeutet hätten“, sagte Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga. „Auch jetzt stellt sich die Frage einer vorgezogenen Impfung überhaupt nicht, auch hier sind wir Teil der Gesellschaft und stellen uns in die Schlange.“
Jan-Felix Jasch