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20210114202544

Frankreich plant Corona-Massentestungen von Kindern und Lehrkräften

15:31
14.01.2021
Angesichts sich häufender Fälle der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen Corona-Mutation will Frankreich massenweise Kinder auf das Virus testen lassen. „Wir haben ein Protokoll erstellt, das darauf abzielt, bis zu eine Million Kinder und Lehrkräfte im Monat zu testen, was enorm ist“, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag in Metz der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge. Das Virus scheine bei Kindern ansteckender zu sein. Überall dort, wo es sinnvoll sei, solle bereits ab einem Alter von sechs Jahren getestet werden.

Zuletzt waren in Frankreich immer wieder Fälle der Virus-Variante aufgetreten - etwa in Marseille und im Großraum Paris. Behörden hatten sich besorgt gezeigt und zu weiteren Maßnahmen aufgerufen.

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern ist schwer von der Pandemie getroffen. Etwa 69 000 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion. Bei mehr als 2,8 Millionen Menschen wurde das Virus nachgewiesen.

Patrick Reichelt

Ärger über Corona-Impfungen außer der Reihe in Tschechien

14:29
14.01.2021
m stark von der Corona-Pandemie betroffenen Tschechien haben Berichte für Aufsehen gesorgt, dass die offizielle Impf-Reihenfolge in mehreren Fällen missachtet worden sei. Wie das Nachrichtenportal Seznamzpravy.cz berichtete, gingen 1000 Corona-Impfdosen an Mitarbeiter der staatlichen Gesundheitsbehörde SZU und deren Verwandte, unabhängig vom Alter. Nach den Enthüllungen gab der Leiter des Amts am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt.

Zuvor hatte die Opposition Konsequenzen gefordert. Das sei ein Skandal, kritisierte Petr Fiala, der Vorsitzende der Bürgerdemokraten (ODS): „Senioren brauchen die Impfung - und die Regierungsgarnitur impft ihre eigenen Leute.“

Der öffentliche-rechtliche Rundfunk berichtete zudem, dass in einer Prager Klinik auch Verwandte von Mitarbeitern geimpft werden, wenn am Ende des Tages noch Dosen übrig bleiben. Es wäre schade, wenn etwas weggeworfen werden müsste, hieß es zur Erklärung.

Max Seidenfaden

Giffey: Schul- und Kitaschließung darf keine langfristige Option sein

13:53
14.01.2021
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat davor gewarnt, Schulen und Kitas langfristig geschlossen zu halten. „Diese Schließung oder starke Einschränkung von Kitas und Schulen, das darf natürlich keine langfristige Option sein“, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Die Situation führe zu großen Belastungen für die Kindergesundheit. Giffey nannte Bewegungsmangel, Übergewicht und Vereinsamung. „Das alles müssen wir im Blick haben, wenn wir über den Januar hinausdenken.“ Jetzt sei man aber in einer so ernsten Situation, dass es ohne Kontaktbeschränkungen und Einschränkungen nicht gehe. In den kommenden Wochen müsse man aber wieder zu anderen Lösungen kommen, es brauche einen Betrieb von Kitas und Schulen im Sinne des Kindeswohls.

Die SPD-Politikerin warb dafür, dass Fachkräfte in Kitas und Lehrkräfte schnell Zugang zu Impfungen bekommen und sprach von einer „Kokon-Strategie“, um Erwachsene, die mit Kindern zu tun haben zu schützen, solange es für Kinder selbst keine Impfung gebe.

Giffey äußerte sich am Donnerstag gemeinsam mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zur beschlossenen Ausweitung der Kinderkrankentage für Eltern, die wegen Einschränkungen an Kitas und Schulen zu Hause bleiben müssen. Man wolle in einer der schwersten Phasen der Pandemie mit der Regelung Eltern Sicherheit geben, sagte Spahn (CDU). Giffey sprach von einer wichtigen Entlastung in einer belastenden Zeit. Heil sagte, die Regelung sei keine perfekte Lösung für alles, aber helfe in der Zeit in der Kitas und Schulen geschlossen seien.

Patrick Reichelt