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Tokio zählt Rekord an Corona-Neuinfektionen

14:40
07.01.2021
Wenige Monate vor den geplanten Olympischen Spielen in Tokio ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt auf einen Rekord gestiegen. Erstmals wurden binnen eines Tages mehr als 2000 Fälle registriert, wie japanische Medien am Donnerstag berichteten. Erst am Vortag war die Zahl erstmals über die Marke von 1500 Fällen geklettert. Noch am Donnerstag wollte Japans Regierungschef Yoshihide Suga über die erneute Ausrufung des Notstands für den Großraum Tokio entscheiden. Es wird erwartet, dass er rund einen Monat dauert - die Vorbereitungen für die Sommerspiele sollen aber fortgesetzt werden, hatte Suga zu Wochenbeginn gesagt.

Japan hatte zuletzt im April vergangenen Jahres für Tokio den Ausnahmezustand aufgerufen, der später auf das ganze Land ausgeweitet und Ende Mai wieder aufgehoben worden war. In jüngster Zeit sind die Infektionszahlen jedoch wieder stark angestiegen, vor allem im Großraum Tokio. Es besteht zunehmend die Sorge vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. Suga deutete an, dass der Ausnahmezustand diesmal begrenzter und fokussierter als der erste ausfallen könnte. So sollen Restaurants und Bars bereits ab 19.00 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken und um 20.00 Uhr schließen. Die Bürger sollen zudem möglichst zu Hause bleiben, vor allem nicht nach 20.00 Uhr ausgehen.

Jan-Felix Jasch

Wegen Lockdowns: Ryanair streicht Flugplan noch drastischer zusammen

13:50
07.01.2021
Die jüngste Verschärfung der Corona-Pandemie durchkreuzt bei Europas größtem Billigflieger Ryanair die ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter. Wegen der neuen Lockdowns in Irland, Großbritannien und einigen anderen EU-Staaten streicht das irische Unternehmen sein Flugangebot ab 21. Januar drastisch zusammen, wie es am Donnerstag in Dublin mitteilte. Ab Ende Januar will Ryanair nur noch wenige oder überhaupt keine Flüge von und zu britischen und irischen Airports anbieten. Dies gelte, bis die scharfen Reisebeschränkungen aufgehoben werden.

Im gesamten Streckennetz erwartet Ryanair im Januar jetzt weniger als 1,25 Millionen Fluggäste. Im Februar und März dürften es jeweils nur etwa eine halbe Million werden. Im Dezember hatte Ryanair noch 1,9 Millionen Passagiere befördert, 83 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März rechnet die Ryanair-Führung jetzt nur noch mit 26 bis 30 Millionen Fluggästen. Zuvor hatte die Prognose bei weniger als 35 Millionen gelegen.

Jan-Felix Jasch