Die Schutzmasken der Bundesregierung sind in der zweiten Corona-Welle nach Ansicht der Linken in Alten- und Pflegeheimen zu spät angekommen. Im Oktober wurden bundesweit lediglich 20.000 Masken mit hohem FFP2- oder KN95-Standard an Heime geliefert. Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte Anfang Oktober bereits deutlich zugenommen.
Im November erhielten die Heime den Angaben zufolge dann rund 18,3 Millionen Schutzmasken und bis Mitte Dezember noch einmal fast 25 Millionen.
Deutlich geringer war die Zahl der Corona-Schnelltests. Das Gesundheitsministerium kann allerdings nicht genau sagen, wie oft sie in den Heimen genutzt wurden. Bis Ende November seien rund 5,4 Millionen Euro für Tests abgerechnet worden - was etwa 337.500 Schnelltest entsprechen könnte. Allerdings würden Abrechnungen oft erst nach einer gewissen Zeit eingereicht und statistisch erfasst, so dass die tatsächliche Zahl der Tests erheblich höher sein könnte, hieß es.