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20201227114719

Armut nimmt auf Mallorca im Zuge von Corona drastisch zu

11:47
27.12.2020
 Die soziale Not hat auf Mallorca im Zuge der Corona-Pandemie drastisch zugenommen. Auf der spanischen Urlaubsinsel sei die Nachfrage nach Hilfsleistungen noch nie so groß gewesen wie in diesem Jahr, berichtete am Sonntag die Regionalzeitung „Diario de Mallorca“. Das gehe unter anderem auch aus Berichten von Mitarbeitern des Roten Kreuzes hervor, hieß es.

Das Blatt zitiert die für die Mittelmeerinseln zuständige Koordinatorin der medizinischen Hilfsorganisation, Juana Lozano, mit der Information, allein in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres habe man rund 52 000 Hilfspakete mit Lebensmitteln sowie Hygiene- und Putzartikeln verteilt. Im gesamten Jahr 2019 seien es 11 000 gewesen.

Max Seidenfaden

Das war es schon! Ich hab gedacht, da kommt noch was. Die 91-jährige Lieselotte Ziegler, die am Sonntag in einem Heim in Koblenz in Rheinland-Pfalz eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff erhielt 10:50
27.12.2020

Europol warnt vor Betrug mit Corona-Impfstoffen

11:25
27.12.2020
Zum Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland und anderen EU-Staaten warnt die europäische Polizeibehörde Europol vor Betrügern. Es bestehe die reale Gefahr, dass Kriminelle versuchen, die immense Nachfrage auszunutzen, sagte Direktorin Catherine De Bolle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag). Darauf gebe es schon konkrete Hinweise, wie etwa Verkaufsangebote in sozialen Netzwerken. Wer darauf anspringe, dem werde entweder nach Bezahlung gar nicht geliefert oder er bekomme gefälschten Impfstoff. „Wenn man Opfer eines solchen Betrugs wird, kann das natürlich ernste gesundheitliche Folgen haben“, warnte sie. Europol habe den Mitgliedstaaten bereits eine Warnmeldung übermittelt und sie aufgerufen, sehr wachsam zu sein.

Auch müssten die Behörden auf Diebstahlsversuche vorbereitet sein. „Im ersten Lockdown hatten es Banden zum Beispiel auf Schutzmasken-Transporte abgesehen. Das ist jetzt auch beim Impfstoff eine Gefahr“, sagte sie. Europol identifiziere mögliche Hotspots, an denen eine besonders hohe Gefahr für entsprechende Straftaten bestehen könnte. „Außerdem gibt es auch eine spezielle Polizei-Kooperation in der EU, um die Transporte zu beschützen.“

Max Seidenfaden

Erste Corona-Impfungen in Schweden

10:49
27.12.2020
Auch im EU-Land Schweden sind die ersten Menschen zum Schutz vor dem Coronavirus geimpft worden. „Ich habe nichts gespürt“, sagte die 91-jährige Gun-Britt Johnsson, die am Sonntag in einem Pflegeheim in Mjölby, rund 230 Kilometer südwestlich von Stockholm, als erste Person landesweit geimpft worden war. Der Fernsehsender SVT übertrug die Impfung. In Schweden sollten zunächst ältere Menschen, Angehörige von Risikogruppen und Personal in Pflegeheimen und im Gesundheitssektor geimpft werden, hatte Ministerpräsident Stefan Löfven zuvor angekündigt.

Der Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer war kurz vor Weihnachten in der EU zugelassen worden. In Schweden rechnet man zunächst mit einer Lieferung von rund 10 000 Impfdosen, nach Neujahr sollen dann wöchentlich größere Mengen ins Land kommen. Ziel der Skandinavier ist laut Sozialministerin Lena Hallengren, allen Erwachsenen und Kindern, die einer Risikogruppe angehören, in der ersten Jahreshälfte 2021 eine Impfung anzubieten.

Max Seidenfaden