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20201225152557

Weihnachtsgebet für Ende der Pandemie im Heiligen Land

10:28
25.12.2020
Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, hat zu Weihnachten für ein Ende der Corona-Pandemie gebetet. Pizzaballa zelebrierte die Mitternachtsmesse in Bethlehem, dem Ort im Westjordanland, der als Geburtsort Jesu verehrt wird. Wie die gesamten Weihnachtsfeierlichkeiten in diesem Jahr fand auch die Messe unter Corona-Einschränkungen und nur in Anwesenheit christlicher Würdenträger statt.

„Wir bitten den Herren, Krankheit, Unheil und Tod zu besiegen und uns glückliche und heitere Tage zurückzubringen“, sagte Pizzaballa in seiner Ansprache. Er bat auch um Hilfe für Politiker und Ärzte auf der Suche nach guten Lösungen im Kampf gegen das Coronavirus. „Alle fühlen sich schon zu lange düster, müde, erschöpft und bedrückt unter der schweren Last dieser Pandemie“, sagte der lateinische Patriarch. Die Lehre sei, sich eine andere Welt vorzustellen, „mit einer neuen Solidarität und brüderlichen Beziehungen, wo Besitz durch Geben ersetzt wird“.

Ein Stuhl mit dem Namen des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas blieb symbolisch leer. Wegen der Corona-Pandemie musste der 85-Jährige erstmals seit seinem Amtsantritt vor 15 Jahren der Mitternachtsmesse fernbleiben. In einem offiziellen Brief an Papst Franziskus wünschte Abbas dem Oberhaupt der katholischen Kirche: „Möge Gott Sie und die ganze Welt vor der Corona-Pandemie schützen.“

Der zentrale Krippenplatz neben der Geburtskirche in Bethlehem blieb in diesem Jahr wegen Ausgangsbeschränkungen leer. Sonst drängen sich auf dem Platz mit einem riesigen Christbaum zu Weihnachten Tausende Pilger und Touristen. Wegen der Corona-Pandemie herrschen jedoch strenge Einreisebeschränkungen für Ausländer. Auch die traditionelle Weihnachtsprozession von Jerusalem nach Bethlehem fiel am Donnerstag deutlich kleiner aus als sonst üblich.

Michael Rabba

Dritter Teil-Lockdown in Israel von Sonntag an

09:59
25.12.2020
Angesichts erneut steigender Corona-Zahlen in Israel soll von Sonntag an ein dritter Teil-Lockdown in dem Land verhängt werden. Die Regierung beschloss in der Nacht zum Donnerstag grundsätzlich, die Maßnahme solle am Sonntagnachmittag um 17 Uhr (16 Uhr MEZ) in Kraft treten und zunächst für zwei Wochen gelten. Sollten die täglichen Neuinfektionen dann nicht unter 1000 am Tag sinken, könnte der Teil-Lockdown um weitere zwei Wochen verlängert werden.

Von Sonntag an ist es unter anderem verboten, sich in Häusern anderer Menschen aufzuhalten, die nicht zur Kernfamilie gehören. Es gilt ein Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und 20 Personen im Freien. Die Menschen dürfen sich nur noch in Ausnahmefällen mehr als 1000 Meter von ihren Wohnorten entfernen.

Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen sollen komplett geschlossen werden. Restaurants dürfen nur noch mit Bringdienst arbeiten. Öffentliche Verkehrsmittel sollen nur noch zu 50 Prozent im Einsatz sein. Einzelne dürfen im Freien ohne Einschränkung Sport treiben. Schulen und Kindergärten sollen nur eingeschränkt geöffnet bleiben.

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hatte am Dienstag erstmals seit Oktober wieder 3500 überstiegen. Israel hatte angesichts der Ausbreitung einer neuen, möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus seine Einreisebeschränkungen verschärft.

Jan-Felix Jasch