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RKI-Chef: Britische Corona-Variante wahrscheinlich schon bei uns

14:59
22.12.2020
 Die gefürchtete Variante des Coronavirus aus Großbritannien dürfte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts Deutschland bereits erreicht haben. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie schon in Deutschland ist, aber bisher unerkannt, schätze ich schon als sehr, sehr hoch ein“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Er verwies darauf, dass die Variante B.1.1.7 in Großbritannien bereits im September erstmals nachgewiesen wurde, zudem gebe es bereits Nachweise in Nachbarländern wie den Niederlanden und Dänemark. Ein Labornachweis in Deutschland sei ihm aber nicht bekannt, sagte Wieler.

B.1.1.7 komme in Großbritannien ganz offensichtlich viel häufiger vor als andere Varianten. „Das könnte daran liegen, dass sie eine höhere Infektiosität hat, das muss aber nicht so sein“, sagte Wieler. „Wir können die Bedeutung der Variante für das Geschehen noch nicht eindeutig einschätzen.“

Max Seidenfaden

Biontech will Kühlungsanforderungen an Impfstoff senken

14:30
22.12.2020
Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech arbeitet derzeit daran, die bislang notwendigen hohen Anforderungen an die Kühltemperaturen für eine langfristigen Lagerung des Präparats auf ein „entspannteres Niveau“ zu bringen. Ergebnisse dazu seien bis Ende Januar zu erwarten, sagte Firmenchef Ugur Sahin am Dienstag.

Für einen längeren Zeitraum muss der Impfstoff bei minus 70 Grad gelagert werden. In speziell entwickelten Versandboxen mit Trockeneis übersteht das Präparat bei diesen Temperaturen bis zu 15 Tage. In den Impfzentren kann das Vakzin in ungeöffnetem Zustand nach Firmenangaben in den Lieferboxen oder auch in herkömmlichen Kühlschränken bis zu fünf Tage bei zwei bis acht Grad aufgehoben werden. Bis zwei Stunden vor dem Spritzen könne das Präparat sogar bei bis zu 30 Grad gelagert werden. Die eigentliche Impfung könne bei Zimmertemperatur erfolgen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Michael Rabba

Kretschmer befürchtet dritte Corona-Welle nach den Festtagen

14:03
22.12.2020
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) befürchtet eine dritte Corona-Infektionswelle nach Weihnachten und Silvester. „Vor uns liegen die zehn härtesten Wochen der Pandemie“, sagte er am Dienstag bei einer Online-Pressekonferenz. Eine dritte Welle könnte in der Zeit vom 10. bis 15. Januar anrollen. „Wie groß die Welle wird und welchen Schaden sie anrichtet, haben die Menschen in Sachsen und in Deutschland selbst in der Hand.“

Max Seidenfaden

Corona-Impfungen starten im Raum Osnabrück und Cloppenburg

12:53
22.12.2020
Die Corona-Impfungen sollen in Niedersachsen am 27. Dezember in den Landkreisen Osnabrück und Cloppenburg beginnen. Zu Weihnachten sollen mit einer ersten Marge 9750 Impfdosen an die Impfzentren in Osnabrück und Cloppenburg geliefert werden, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Dienstag mit. Damit könnten zu Beginn knapp 5000 Menschen geimpft werden, da eine Zweifachimpfung erforderlich sei. Bis Ende des Jahres wird Niedersachsen voraussichtlich weitere 117 000 Impfdosen erhalten. Bis Ende März sollen dann rund eine Million Impfdosen nach Niedersachsen geliefert werden.

Max Seidenfaden