Letztes Update:
20201222072606

Corona-Mutation: Lateinamerikanische Länder verschärfen Maßnahmen

07:26
22.12.2020
Angesichts hoher Corona-Zahlen und einer neuen Variante des Virus haben weitere lateinamerikanische Länder wie Paraguay die Einreise von Besuchern aus Großbritannien gestoppt, andere ihre Corona-Maßnahmen erneut verschärft. So kündigte Ecuadors Präsident Lenín Moreno im ecuadorianischen Fernsehen am Montag (Ortszeit) einen neuerlichen Lockdown für 30 Tage und eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 4 Uhr an.

Die peruanische Regierung weitete die Ausgangssperre in der Hauptstadt Lima aus und sperrte die Strände. Uruguay machte seine Grenzen zu Wasser, zu Lande und in der Luft mit Ausnahmen für humanitäre Hilfe und Frachttransporte dicht. Am Sonntag hatten bereits Argentinien, Kolumbien, Chile und Peru Flüge nach und aus dem Vereinigten Königreich ausgesetzt.

Das mutierte Virus ist nach britischen Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender als die Standardvariante und verbreitet sich vor allem in London und Südostengland rasant. Für die Region ordneten die Behörden einen Shutdown mit Ausgangs- und Reisesperren an. Kontinentaleuropa rüstet sich mit Flugverboten und Grenzschließungen. Auch Deutschland stoppt Flüge aus Großbritannien weitgehend.

Max Seidenfaden

Intensivmediziner für „ganz ruhiges Weihnachtsfest“

07:04
22.12.2020
Die Intensivmediziner in Deutschland appellieren angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen an die Bürger, an Weihnachten auf Treffen im größeren Kreis zu verzichten. „Wir würden uns wünschen, dass die Menschen sich dieses Jahr auf sich selber zurückbesinnen, ein ganz ruhiges Weihnachtsfest im aller-, allerengsten Familienkreis feiern“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der Deutschen Presse-Agentur. Das wäre eine große Hilfe für alle Pflegekräfte auf den Intensivstationen, die an Weihnachten arbeiten würden und Angst hätten, dass 14 Tage später alles noch schlimmer werde.

In den Krankenhäusern zeichnet sich weiterhin keine Entspannung ab. Nach Angaben der Divi vom Montag werden derzeit 5167 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt - das sind etwa 500 mehr als in der Vorwoche, als 4670 Menschen mit Covid-19 auf Intensivstationen versorgt wurden. 2690 der Patienten werden aktuell invasiv beatmet.

Max Seidenfaden

ARD verzichtet bei Handball-WM auf Reporter in Ägypten

06:30
22.12.2020
Die ARD wird aus Sicherheitsgründen keine Journalisten zur Handball-Weltmeisterschaft nach Ägypten schicken. Das bestätigte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky mit Verweis auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ursprünglich sollte ein Team um Kommentator Florian Naß vor Ort berichten. „Wir reagieren auf die Veränderungen“, sagte Balkausky mit Verweis auf die weltweit steigenden Infektionszahlen. Die bewegten Bilder vom Turnier werden für alle Sender weltweit vom Veranstalter geliefert.

Das ZDF will nach derzeitigem Strand ein kleines Team für Interviews im Januar nach Ägypten schicken. „Wir beobachten ständig die Situation“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann. Beim Zweiten ist Christoph Hamm der Reporter mit Co-Kommentator Markus Baur.

Präsentiert werden die Handball-Sendungen von Alexander Bommes (ARD) und Yorck Polus (ZDF). Beide TV-Anbieter setzen auf ehemalige Nationalspieler als Experten: Dominik Klein arbeitet für das Erste, Sven-Sören Christophersen für das Zweite.

Max Seidenfaden