Vor den ersten Impfungen gegen Corona in Italien hat ein Experte vor Gefahren für den Impfplan gewarnt, sollte im Januar eine dritte Corona-Welle hereinbrechen. „Es wäre kompliziert die größte Massenimpfkampagne aller Zeiten in einer laufenden dritten Welle zu initiieren“, sagte der von der Regierung bestellte Kommissar für den Corona-Notstand, Domenico Arcuri, im Interview mit der Zeitung „La Repubblica“ (Samstag).
Wenn Menschen nicht mobil sein können, wäre die Organisation der Impfungen Arcuri zufolge erschwert. Die zuletzt verschärften Corona-Beschränkungen der Regierung seien aber notwendig, erklärte er weiter. Die Ansteckungszahlen hätten sich zwar seit November sichtbar verlangsamt, aber der Kurvenverlauf sei noch nicht abgeflacht.
Für den Impftag am 27. Dezember sollen etwa 10.000 Corona-Impfdosen eintreffen. Kurz darauf sollen rund 1,8 Millionen Dosen zur Verfügung stehen. Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen, wie Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte am Freitagabend bestätigte.