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20201217183825

EU-Behörde beschleunigt Zulassung von US-Impfstoff

18:38
17.12.2020
 Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will bereits am 4. Januar über die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffes entscheiden. Es geht um das Präparat des US-Herstellers Moderna, wie die Behörde am Donnerstagabend in Amsterdam mitteilte. Das sind acht Tage früher als zunächst geplant.

Der Impfstoff von Moderna könnte damit aller Voraussicht nach der zweite sein, der in der EU auf den Markt kommt. Bereits am kommenden Montag will die EMA über die Zulassung des Impfstoffes der Hersteller Pfizer und Biontech entscheiden. Sobald dann die EU-Kommission grünes Licht gibt, könnte bereits noch im Dezember in der EU geimpft werden. Die Zustimmung der Kommission gilt als Formsache.

Max Seidenfaden

Lettlands Regierung verschärft Corona-Maßnahmen

17:40
17.12.2020
In Lettland muss sich die Bevölkerung auf strenge Corona-Maßnahmen über Weihnachten und den Jahreswechsel einstellen. Die Regierung in Riga verschärfte am Donnerstag die geltenden Beschränkungen in dem baltischen EU-Land: Alle Einzelhändler mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs müssen von 19. Dezember bis 11. Januar schließen. Auch Anbieter von Dienstleistungen wie etwas Friseure oder Saunas dürfen nicht geöffnet haben.

Museen und Bibliotheken dürfen ebenso wie Sportklubs und Fitness- Studios ab dem 21. Dezember keine Besucher mehr empfangen. Staatliche Institutionen und Unternehmen wurden angewiesen, möglichst auf Homeoffice umzusteigen. Der Schulbetrieb wird auf Fernunterricht umgestellt. Auch wurden teils längere Weihnachtsferien festgelegt.

Lettland mit 1,9 Millionen Einwohnern registriert seit dem Herbst einen rapiden Anstieg der Zahl an Neuinfektionen. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in dem Ostseestaat aktuell schlechter als in Deutschland. Die neuen Corona-Fälle erreichten am Donnerstag mit 1 040 am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert. 

Max Seidenfaden

Zwei weitere Todesfälle in Bremen

17:13
17.12.2020
Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Bremen am Donnerstag leicht gefallen, in Bremerhaven jedoch gestiegen. Wie das Gesundheitsressort am Abend mitteilte, liegt sie im Bremer Stadtgebiet bei 132,8 (Vortag 136,1) in Bremerhaven bei 107,9 (Vortag 102,8). Im Land Bremen wurden 172 Neuinfektionen verzeichnet, davon 130 in der Stadt Bremen, wo zwei weitere Menschen an den Folgen einer Erkrankung starben. Die Zahl der Verstorbenen stieg damit auf 165. Da 128 Personen als genesen gemeldet wurden, stieg die Anzahl der aktiven Infektionen im Land Bremen um 42 auf 1815.

Auf den Intensivstationen bleibt die Lage weiterhin angespannt. 163 Personen müssen im Land Bremen derzeit stationär behandelt werden, 36 von ihnen auf Intensivstationen. 23 der intensivmedizinisch behandelten Patienten müssen beatmet werden. Bei insgesamt 59 Personen ist der Gesundheitszustand schlecht bis kritisch.

Max Seidenfaden

Erneut hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen in MV

16:54
17.12.2020
In Mecklenburg-Vorpommern setzt sich der Trend steigender Corona-Fallzahlen unvermindert fort. Am Donnerstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock landesweit 275 Neuinfektionen. Da der Wert erneut über dem in der Vorwoche lag, stieg auch die Sieben-Tage-Inzidenz. Sie erreicht aktuell 99,6 Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche und liegt damit nur noch knapp unter der Marke von 100. Sollte ein Infektionsniveau von mehr als 100 über mehrere Tage anhalten, werden die Kontaktbeschränkungen im Nordosten weiter verschärft. Dann soll sich nach den Vorgaben der Landesregierung eine Familie mit nur noch einer weiteren Person treffen dürfen.

Zwei Menschen starben binnen 24 Stunden an oder mit dem Virus, so dass die Zahl der Todesfälle im Land auf 111 stieg. In den Krankenhäusern wurden laut Landesamt 194 Covid-19-Patienten behandelt, 14 mehr als am Vortag. Davon lagen 52 auf Intensivstationen, fünf mehr als am Vortag. Von den insgesamt 9229 registrierten Corona-Infizierten gelten etwa 6400 als genesen.

Max Seidenfaden