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20201216135556

Merkel: Auch Versand von FFP2-Masken an Risikogruppen geplant

13:55
16.12.2020
Die vom Bund organisierten FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im neuen Jahr auch zugeschickt werden - um Schlangen beim Abholen in Apotheken zu vermeiden. Auf eine Frage der FDP, ob ein Versand angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht besser gewesen wäre, sagte Merkel am Mittwoch im Bundestag: „Das wird in einem zweiten Schritt auch geschehen.“

Die am Dienstag gestartete Abgabe von zunächst drei kostenlosen Masken in Apotheken habe - mit Ausnahmen - im Großen und Ganzen gut geklappt. „Wir standen vor der Frage, vor Weihnachten nichts zu tun oder dies zu tun“, erläuterte Merkel. Der vorgesehene Rest der Masken solle im Januar dann auch anderweitig verteilt werden.

Max Seidenfaden

Netzagentur: Rückgang im Fernverkehr bis Juni bei knapp 50 Prozent

13:15
16.12.2020
Der Fernverkehr auf der Schiene gehört in der Corona-Krise bei den Fahrgastzahlen zu den großen Verlierern: Die Unternehmen meldeten für die ersten sechs Monate dieses Jahres knapp 50 Prozent weniger Personenkilometer als für den gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Bundesnetzagentur am Mittwoch mitteilte. In Deutschland wird der Fernverkehr fast vollständig von der Deutschen Bahn betrieben.

Im Regionalverkehr, wo die Konkurrenz auf der Schiene stärker ist, lag der Rückgang bei den Personenkilometern über alle Unternehmen hinweg demnach bei mehr als einem Drittel. Gleichzeitig hielten die Bahnen ihr Angebot aber weitgehend aufrecht. Im April, als die Nachfrage am niedrigsten war, lag die Betriebsleistung auf der Schiene - also das unabhängig von den Kunden gefahrene Angebot - über alle Verkehrsträger hinweg bei mehr als 80 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die Bundesnetzagentur mit einem wirtschaftlichen Gesamtschaden für den Eisenbahnmarkt von rund 2,5 Milliarden Euro. Ein Großteil davon entfalle auf den Fernverkehr und damit vor allem auf die Deutsche Bahn.

Max Seidenfaden

Litauen: Lockdown und Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

13:01
16.12.2020
In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am ersten Tag des Lockdowns in dem baltischen EU-Land einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsbehörde in Vilnius vermeldete am Mittwoch 3418 positive Tests binnen eines Tages. Auch die Anzahl an Corona-Todesfällen in den vorangegangenen 24 Stunden stieg mit 44 auf einen Rekordwert.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohner ist stark von der Pandemie betroffen und weist aktuell nach Angaben der EU-Behörde ECDC eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf. Insgesamt wurden in dem Baltenstaat bislang fast 100.000 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. 907 Personen starben an dem Virus.

Angesichts der stark steigenden Infektions- und Todeszahlen hat die Regierung in Vilnius das Land seit Mittwoch in einen bis 31. Januar verhängten Lockdown geschickt: Alle Geschäfte - außer Läden für den täglichen Bedarf - müssen schließen und der Schulbetrieb wurde auf Fernunterricht umgestellt.

Auch gelten verschärfte Ausgangsbeschränkungen: Auf Anordnung der Regierung darf niemand ohne zwingenden Grund in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes reisen. Die Polizei wird die Einhaltung des Verbots kontrollieren. An den Wochenenden und Feiertagen sollen dazu rund 250 Kontrollpunkte eingerichtet werden.

Jan-Felix Jasch