Letztes Update:
20201216130138

Höchstwert: 952 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet

05:35
16.12.2020
Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27.728 Neuinfektionen verzeichnet worden. Allerdings waren in den Daten von Dienstag keine Zahlen aus Sachsen enthalten gewesen, weswegen in den neuen Zahlen auch Nachmeldungen enthalten sein könnten, wie es hieß. Vergangenen Mittwoch (9.12.) waren 20.815 Neuinfektionen und 590 Todesfälle gemeldet worden. Die bisherigen Höchstwerte von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Am Dienstag lag die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle bei 500 und somit auch ohne die fehlenden sächsischen Daten beim bis dahin dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 23.427.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - erreichte mit 179,8 ebenfalls einen neuen Höchststand. Am Dienstag lag dieser Wert bei 173,7. Die fehlenden Daten aus Sachsen beeinflussten den Wert nur geringfügig, hieß es vom RKI.

Jan-Felix Jasch

Ministerpräsident Weil: Corona-Warn-App effizienter gestalten

05:13
16.12.2020
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) plädiert für eine effizientere Gestaltung der Corona-Warn-App. „Ich verstehe nicht, warum wir uns nicht einen Ruck geben und einige datenschutzrechtliche Hürden aus dem Weg räumen“, sagte er der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). „Dass es in Zeiten der Pandemie nicht vertretbar sein soll, zu einem vernünftigen, automatisierten Austausch wichtiger Daten über die Corona-App zu kommen, ist mir völlig unbegreiflich.“

Es hake derzeit vor allem daran, dass es bislang ins freie Belieben der Bürgerinnen und Bürger gestellt sei, ob sie der App mitteilten, dass sie infiziert seien. Würde eine nachgewiesene Corona-Infektion von den Gesundheitsämtern automatisch an die Betreiber der Corona-App weitergeleitet, könnten über die App automatisch alle Kontaktpersonen informiert werden, erklärte Weil. Die App sollte seiner Meinung nach den Nutzern auch den ungefähren Ort und die ungefähre Zeit einer Begegnung mit einer infizierten Person mitteilen. „Nur dann könnten die Menschen daraus lernen und ihr zukünftiges Verhalten ändern, also beispielsweise vom Bus aufs Fahrrad umsteigen.“

Jan-Felix Jasch

Kapitel

Dienstag, 15. Dezember

Das war am Dienstag, 15. Dezember, wichtig

21:12
15.12.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Stadt Bremen will allen Schülerinnen und Schülern und allen Lehrkräften einen Corona-Test anbieten, bevor die Schulen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Das kündigte Bildungssenatorin Claudia Bogedan an.
  • Im Land Bremen gibt es aktuell 1590 (-60) aktive Infektionen, 11.870 (+127) insgesamt bestätigte Fälle, 10.120 (+186) als genesen geltende Menschen sowie 160 (+1) an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbene. Das teilt das Gesundheitsressort mit.
  • Auf Bremerhaven entfallen davon 247 (+1) aktive Infektionen, 1096 (+22) insgesamt bestätigte Fälle, 826 (+21) Genesene und 23 (+0) Verstorbene.
  • Der Inzidenzwert in Bremen beträgt damit 134,0 und in Bremerhaven 109,6. 
  • Niedersachsen verbietet zu Silvester nicht nur den Verkauf, sondern auch das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern komplett.
  • Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne kündigt an, dass Niedersachsens Schüler nach den Ferien in Halbgruppen unterrichtet werden. Das betrifft zunächst die Jahrgänge 5 bis 12. 
Deutschland und die Welt: 
  • Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am 21. Dezember ihr Gutachten über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer vorlegen - acht Tage früher als zuletzt geplant.
  • Vor dem Weihnachtsbesuch bei Verwandten sind wenige Tage Selbstisolation besser als gar nichts. Das betont der Münchner Infektiologe Prof. Clemens Wendtner. Jeder Tag mehr bringe mehr Sicherheit und senke das Ansteckungsrisiko. 
  • Die Europäische Union stellt 500 Millionen Euro für die Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Impfstoffen zur Verfügung. Damit könne eine Milliarde Impfdosen gekauft werden, teilte die diplomatische Vertretung der Europäischen Union in Genf am Dienstag mit. 400 Millionen Euro kommen von der Europäischen Investmentbank, 100 Millionen Euro von der EU-Kommission. 

Jan-Felix Jasch