Die Vorbereitungen für flächendeckende Impfungen der Bevölkerung gegen das Coronavirus laufen in Niedersachsen auf Hochtouren. Bis zum 15. Dezember sollen insgesamt 50 Impfzentren startklar sein, wie Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in Hannover ankündigte. 37 Standorte hätten bereits grünes Licht für den Aufbau erhalten. Um den Jahreswechsel werde mit einem Start der Impfungen gerechnet. „Das hoffe ich sehr“, sagte Reimann. Die europaweite Zulassung des Impfstoffes von Biontech/Pfizer werde Ende Dezember erwartet.
Statt der zunächst ins Auge gefassten 60 Impfzentren in Niedersachsen wird es nur 50 geben, da sich Großstädte laut Reimann jeweils für ein zentrales größeres Impfzentrum anstelle mehrerer Standorte entschieden haben. Für Lagerung und Transport des Impfstoffes habe das Land einen Vertrag mit dem Postdienstleister DHL geschlossen. Von zwei Zentrallagern aus solle er in die Zentren geliefert werden. Der besonders kühlbedürftige Impfstoff wird laut Reimann von einem Lager in den Niederlanden aus angeliefert, übrige Impfstoffe von einem Lager in Hessen aus.
Kurz vor dem Abschluss steht außerdem ein Vertrag des Landes mit einem Dienstleister für die Vergabe von Impfterminen. Diese soll über ein Online-Portal sowie eine telefonische Hotline möglich sein. Über die Abfrage bestimmter Kriterien wie etwa Alter oder Vorerkrankungen soll der Dienstleister sicherstellen, dass die Menschen der Dringlichkeit nach mit einer Impfung an die Reihe kommen. Die genauen Kriterien zur Bestimmung einer Reihenfolge soll das Robert Koch-Institut (RKI) noch definieren.