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20201207051657

Heilbronn kündigt nächtliche Ausgangsbeschränkungen an

16:11
06.12.2020
Im Corona-Hotspot Heilbronn soll es ab Dienstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung geben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde am Montag verkündet, teilte eine Sprecherin der Stadt am Sonntag mit. Die Ausgangsbeschränkung soll von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr gelten. Das Verlassen des Hauses wäre demnach in dieser Zeit nur noch mit „triftigem Grund“ möglich, wie in den Städten Mannheim und Pforzheim, wo eine solche Regelung bereits seit dem Wochenende greift. Die Stadt überschritt zuletzt mehrere Tage den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche und gilt damit als Hotspot. 

Jean-Pierre Fellmer

Augsburger Bischof verurteilt religiöse Symbole bei Corona-Protesten

15:43
06.12.2020
 Die Kirchen sollen sich nach den Worten des Augsburger Bischofs Bertram Meier stärker gegen die Verwendung religiöser Symbole bei Protesten gegen die Corona-Politik wehren. „Das ist nicht nur eine Instrumentalisierung des Glaubens, das ist ein Verbiegen des Religiösen“, sagte Meier der „Augsburger Allgemeinen“ (Montag).

Er kritisierte, dass Proteste als Gottesdienste deklariert und Kruzifixe getragen und am Martinstag Lichterumzüge als Corona-Proteste veranstaltet würden. „Mich erinnert das an die islamfeindliche und nationalistische Pegida-Bewegung, bei deren Demos ebenfalls Kreuze zu sehen waren“, sagte Meier. „Im Zeichen des Kreuzes erklangen dumpfe Parolen. Wir müssen hier als Kirchen, als Christen sehr aufpassen. Wir müssen uns davon distanzieren.“ Es mache ihn „fassungslos“, wenn Protestierende sich mit Judensternen wie Verfolgte des Dritten Reiches als Opfer der Corona-Politik darstellten.

Max Seidenfaden

200 Menschen bei „Glühweinspaziergang“ - Polizei löst Gruppe auf

14:42
06.12.2020
Die Polizei hat in Heidelberg eine Gruppe von rund 200 Menschen aufgelöst, die zum Glühweintrinken zusammengekommen waren. In fast allen Fällen hätten sie weder Abstand gehalten noch eine Mund-Nase-Bedeckung getragen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Beteiligten seien am Samstag wegen eines „Glühweinspaziergangs“ von vier Gaststätten zusammengekommen, hätten dann aber dicht gedrängt auf der Straße gestanden, statt zu spazieren.

Es seien mehr als 20 Polizisten im Einsatz gewesen, um die Gruppe aufzulösen. Von rund 70 Menschen seien die Personalien aufgenommen und Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung eingeleitet worden. Gegen die Betreiber der Gaststätten werde ermittelt. Der kommunale Ordnungsdienst hat den Verkauf der Gaststätten laut Polizei am Abend beendet. Ein für Sonntag geplanter erneuter „Glühweinspaziergang“ solle streng kontrolliert werden, hieß es von der Polizei.

Jean-Pierre Fellmer