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20201204203846

HSV setzt auf mobilen Corona-Schnelltest

17:44
04.12.2020
 Fußball-Zweitligist Hamburger SV vertraut einem neuen Schnelltest bei den routinemäßigen Corona-Überprüfungen seiner Spieler. „Wir freuen uns, dass der HSV nach den positiven Erfahrungen in Zukunft auf unseren Ultra-RT PCR-Test setzt“, sagte Thomas Wüstefeld, Geschäftsführer der Hamburger Sana­Group, dem „Hamburger Abendblatt“ (Freitag).

Nach Informationen der Zeitung habe der HSV als „weltweit erster Fußballclub“ auf das „weltweit erste mobile Corona-Testkit“ gesetzt. Derzeit seien 2000 dieser Geräte in mehreren Ländern im Einsatz. Experten schätzen die Kosten auf 40 Euro pro Test. Vorteil des mobilen Verfahrens: Die Proben müssen nicht ins Labor geschickt werden, sondern können am Ort ausgewertet werden.

„Wir haben innerhalb von etwa 45 Minuten ein valides PCR-Ergebnis. Durch die schnelle Testung erreichen wir eine größtmögliche Sicherheit für unsere Spieler und Betreuer“, sagte HSV-Mannschaftsarzt Götz Welsch. Stadtrivale FC St. Pauli, die Handballer des HSV Hamburg und die Basketballer der Hamburg Towers erproben die Schnelltests derzeit.

Max Seidenfaden

Spahn: Corona-Maßnahmen an Infektionsdynamik vor Ort anpassen

17:38
04.12.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für schärfere Regeln in besonders von Corona betroffenen Regionen ausgesprochen. „Da, wo es hohe Infektionszahlen gibt in Deutschland, braucht es aus meiner Sicht unbedingt zusätzliche einschränkende Maßnahmen zur Kontaktreduzierung“, sagte Spahn am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“.

In einigen Bundesländern seien zwar schon Erfolge sichtbar, dennoch gebe es nach wie vor Landkreise mit sehr hohen Infektionszahlen, in denen stärkere Einschränkungen notwendig seien. „Damit wir Akzeptanz behalten, muss das eben auch nach der Infektionsdynamik vor Ort entschieden werden“, sagte Spahn. Die Zahl der Todesfälle sei zu hoch und die Infektionszahlen müssten weiter verringert werden.

Mit Blick auf Weihnachten appellierte Spahn erneut an die Eigenverantwortung der Menschen. „Es liegt am Ende an uns allen“, sagte er. Was Deutschland bisher gut durch die Krise gebracht habe, war die Tatsache, dass Bürgerinnen und Bürger aufeinander aufgepasst hätten. An den Weihnachtstagen alles auszunutzen, was erlaubt ist, sei nicht sinnvoll, sagte Spahn.

Max Seidenfaden

Mehr als 100 000 Anträge auf Corona-Hilfskredite der KfW

16:38
04.12.2020
Die Zahl der Anträge für Corona-Hilfskredite der staatlichen Förderbank KfW hat die Marke von 100 000 geknackt. Nach KfW-Daten vom Freitag gingen seit dem Start im März 101 134 Kreditanträge im Volumen von 58,8 Milliarden Euro ein. „Bund, KfW und die deutsche Kreditwirtschaft halten die Liquiditätsversorgung der Unternehmen in der Krise offen“, sagte KfW-Chef Günther Bräunig der Deutschen Presse-Agentur. „Vor allem der breite Mittelstand nutzt das Programm, um die Folgen der Krise abzufedern.“

Die Förderbank unterstützt mit ihren Corona-Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Hierfür stellt sie zinsgünstige Kredite für Investitionen und Betriebsmittel bereit. Diese können Unternehmen bei Hausbanken oder bei jeder anderen Bank, die KfW-Kredite durchleitet, beantragen.

Die Zahl der zugesagten Kreditanträge liegt den Angaben zufolge bei 95 858 und hat ein Volumen von 45,7 Milliarden (Stand 3. Dezember). Die Differenz zu den Anträgen ergibt sich unter anderem auch daraus, dass manche Unternehmen auf bereits zugesagte Kredite verzichten oder den Antrag noch vor der Zusage wieder zurückziehen.

Patrick Reichelt