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20201202174902

Polen plant Impfungen ab Februar

17:49
02.12.2020
In Polen sollen die Menschen nach Angaben von Regierungschef Mateusz Morawiecki voraussichtlich ab Februar gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Land habe bei mehreren Herstellern insgesamt 45 Millionen Impfstoff-Dosen geordert, sagte Morawiecki am Mittwoch in Warschau. „Die Impfungen werden kostenlos, freiwillig und in zwei Durchgängen sein.“ Als erstes werde man die Impfung dem medizinischen Personal zu Verfügung stellen, dann älteren Menschen ab 65 Jahren sowie Patienten in Pflegeheimen und danach Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleuten.

Die Impfungen soll es in den Hausarztpraxen geben, aber auch in besonderen Impfzentren und in Behelfs-Krankenhäusern, die man zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichtet habe. Die Regierung plant im Dezember eine Informationskampagne, um die Bereitschaft der Bürger zu erhöhen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Michael Rabba

Gastwirte in den Niederlanden wollen "ungehorsam" werden

17:36
02.12.2020
Restaurantbetreiber in etlichen Orten der Niederlande wollen vom 17. Januar selbst dann wieder Gäste empfangen, wenn dies wegen der Corona-Pandemie immer noch verboten sein sollte. Die beteiligten Wirte würden der Regierung das Vertrauen entziehen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Mittwoch. Ihren „Ungehorsam“ begründeten sie damit, dass ihre Betriebe vor dem Zusammenbruch stünden, während staatliche Unterstützung ausbleibe.

Die Regierung in Den Haag hatte Mitte Oktober im Zuge eines Teil-Lockdown angeordnet, dass Kneipen, Cafés und Restaurants geschlossen werden. Sie geht bislang davon aus, dass die Maßnahmen möglicherweise in der zweiten Januarhälfte aufgehoben werden könnten, eine Garantie dafür gab sie aber nicht.

Unter anderem in Breda, Maastricht, Eindhoven, Leiden, Leeuwarden, Arnheim, Nimwegen und Alkmaar wollen sich Gastronomen erklärtermaßen widersetzen, sollte die Anordnung zur Schließung über den 17. Januar hinaus aufrechterhalten werden. Den Haag, Amsterdam, Rotterdam und Utrecht haben sich dem Widerstand der Wirte bislang nicht angeschlossen, an dem 50 der landesweit 230 lokalen Abteilungen des Königlichen Niederländischen Gaststättenverbandes (KHN) beteiligt sind. Zuvor hatte KHN-Vorsitzender Robèr Willemsen die Mitgliedsbetriebe noch aufgerufen, sich nicht querzustellen. Der KHN werde nicht zum bürgerlichen Ungehorsam aufrufen.

Der Sprecher der „meuternden“ Gastronomen, Johan de Vos, sagte, sie hätten sich bewusst gegen eine Öffnung bereits zur Weihnachtszeit entschieden, damit man ihnen nicht die Schuld an einem eventuellen Anstieg der Corona-Infektionen zuweisen könne. Die Wiedereröffnung der Lokale im Januar werde unter Beachtung der einschlägigen Vorsichtsmaßnahmen erfolgen. „Wir sind überzeugt, dass unsere Branche nicht das Problem ist.“ 

Michael Rabba

Marktforscher: Corona-Krise treibt Notebook-Verkäufe weiter hoch

17:04
02.12.2020
Die starke Nachfrage nach Notebooks in der Corona-Krise hält länger an als zunächst erwartet. „Anfang des Jahres sah es nach einem sechs Monate langen Schub für die Branche aus“, betonte Analyst Ryan Reith vom Marktforscher IDC in der Nacht zum Mittwoch. Nun zeige sich aber, dass der Aufschwung nachhaltiger sei. IDC rechnet damit, dass der Trend zum Arbeiten und Lernen von Zuhause aus das Geschäft sogar noch über das Jahr 2022 hinaus ankurbeln könne.

Die PC-Verkäufe gingen mit dem Vormarsch der Smartphones auf Talfahrt, stabilisierten sich dann aber bei deutlich kleineren Stückzahlen als früher. Schon das Absatzplus von 2,7 Prozent 2019 wurde als Erfolg gesehen. In diesem Jahr schoss mit dem Wechsel ins Homeoffice angesichts der Corona-Pandemie aber vor allem der Verkauf mobiler Computer in die Höhe. IDC rechnet mit einem Zuwachs von gut 26 Prozent auf 215,8 Millionen verkaufte Notebooks. Bei Desktop-Rechnern werde es einen Rückgang von 17 Prozent auf 75,5 Millionen Geräte geben. Insgesamt erwarten die Marktforscher ein Verkaufsplus von 11,2 Prozent.

Max Seidenfaden