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Lettland verlängert Corona-Notstand und verhängt neue Beschränkungen

06:04
02.12.2020
Angesichts steigender Infektionszahlen hat Lettlands Regierung den landesweiten Corona-Notstand um knapp einen Monat verlängert und zusätzliche Beschränkungen eingeführt. Auf Beschluss des Kabinetts in Riga gilt der bislang bis 6. Dezember ausgerufene Ausnahmezustand in dem baltischen EU-Land nun bis zum 11. Januar. Dies teilte Regierungschef Krisjanis Karins am späten Dienstagabend nach einer Marathonsitzung des Ministerkabinetts in Riga mit.

Die Regierung weitete zudem zum 3. Dezember die Mundschutzpflicht auf alle Innenräume mit Ausnahme der eigenen Wände aus. Auch wird wieder die sogenannte 2+2-Regel in Lettland eingeführt: Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten.

Einkaufszentren und Geschäfte - mit Ausnahme von Lebensmittelläden und solchen mit Waren für den täglichen Bedarf - bleiben an Wochenenden und Feiertagen dicht. Der Einzelhandel ist zudem verpflichtet, den Kundenstrom zu regulieren: Für jeden Kunden müssen künftig 15 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

Max Seidenfaden

Bericht: Japan will ausländische Zuschauer zu Olympia ins Land lassen

05:28
02.12.2020
Japan will im großen Stil ausländische Besucher zu den Olympischen Spielen im nächsten Jahr ins Land lassen und zugleich für Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus sorgen. Wie die japanische Tageszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ am Mittwoch berichtete, soll eine Impfung keine Bedingung für die Einreise sein. Auch solle die Benutzung von Transportmitteln nicht beschränkt werden. Stattdessen wolle man auf die Verwendung von Smartphone-Apps setzen, die unter anderem Daten zu Visa, Eintrittskarten und Reiseinformationen enthalten. Der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto, wollte sich am Abend (Ortszeit) zu geplanten Maßnahmen gegen das Coronavirus bei den Olympischen Spielen und Paralympics äußern.

Wegen der Pandemie waren die ursprünglich in diesem Sommer geplanten Spiele in Tokio auf das nächste Jahr verschoben worden. In Japan waren rund 4,5 Millionen Eintrittskarten und in Übersee fast eine Million verkauft worden, doch könnte es wegen der Verschiebung Stornierungen geben. Daher lässt sich nicht vorhersehen, wie viele Besucher aus dem Ausland zu den Spielen am Ende kommen werden.

Max Seidenfaden

Höchstwert: 487 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

05:17
02.12.2020
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17 270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind rund 1400 weniger als in der Vorwoche, in der am Mittwoch 18 633 neue Fälle hinzukamen.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Mittwoch auf 17 123. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1 084 743 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 02.12, 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund
779 500 Menschen inzwischen genesen.

Max Seidenfaden