Letztes Update:
20201129104319

Belgien kritisiert deutsche Corona-Weihnachtsregeln

19:01
28.11.2020
Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hat die in Deutschland geplanten Lockerungen der Corona-Regeln über Weihnachten kritisiert. „Wenn es etwas gibt, was das Virus mag, dann sind das Feste, vor allem mit wechselnden Teilnehmern, das müssen wir unbedingt vermeiden“, sagte Vandenbroucke am Freitagabend nach einem Bericht der Agentur Belga. „Deshalb finde ich, dass unsere Nachbarländer nicht das tun, was angebracht wäre.“

Belgien hatte sich trotz sinkender Corona-Zahlen entschieden, bis mindestens Mitte Januar und auch über Weihnachten strikte Kontaktbeschränkungen aufrecht zu erhalten. Haushalte dürfen nur eine weitere Person einladen. Nur Alleinstehende dürfen an den Feiertagen zwei Freunde oder Verwandte gleichzeitig empfangen - die sogenannten Knuffelcontacte.

Max Seidenfaden

Experten: Corona-Lage und Wintersport in Italien nicht vereinbar

18:36
28.11.2020
Angesichts der Corona-Infektionszahlen in Italien haben Experten des Gesundheitsministeriums die Aussicht auf Wintersport und ein normales Weihnachten getrübt. Es werde ein anderes Weihnachten werden, sagte der Präsident des Gesundheitsrates, Franco Locatelli, am Samstag. Die aktuellen Zahlen seien zudem „nicht mit einer Öffnung des Wintersportbetriebs vereinbar“. Auch ein Silvester und Neujahr wie gewohnt seien in diesem Jahr unvorstellbar.

Laut des aktuellen Lageberichts signalisieren die Corona-Daten, dass die Maßnahmen der vergangenen Wochen zwar Wirkung zeigen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei aber immer noch signifikant hoch. In vielen Regionen gelte weiter ein hohes Risiko.

Der Anstieg der Fallzahlen-Kurve etwa würde zurückgehen, sagte der Chef des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro. Auch der Reproduktionswert für den aktuell bemessenen Zeitraum vom 4. bis 17. November sank von zuletzt durchschnittlich 1,2 auf 1,08. „Ein R-Wert etwas über eins bedeute jedoch immer noch ein Ansteigen der Fälle“, kommentierte Brusaferro. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Die Zahl müsse deutlich unter 1 liegen, was eine Verminderung der Neuinfektionen bedeute und das Gesundheitssystem entlaste.

Max Seidenfaden