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20201127100743

Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen auf Rekordwert

10:07
27.11.2020
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat im Gazastreifen einen Höchststand erreicht. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Gebiet am Freitag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 922 Fälle gemeldet - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Der bisherige Rekordwert vom vergangenen Samstag betrug 891. Dem Ministerium zufolge wurden 2863 Tests gemacht, von diesen fielen etwa 32 Prozent positiv aus.

Aktive Fälle gibt es derzeit 7993, davon werden 98 als schwer erkrankt eingestuft. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion starben im Gazastreifen bislang 86 Menschen.

Die Zahl der Corona-Fälle hat in dem abgeriegelten Gebiet stark zugenommen. Dort leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) hatte zuletzt vor einem Kollaps des Gesundheitssystems gewarnt, sollten die Fallzahlen weiter stark steigen. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwas mehr als 80 Millionen Menschen. Dort wurden zuletzt 22 806 neue Infektionen binnen 24 Stunden registriert.

Max Seidenfaden

Hotelübernachtung bei Weihnachtsbesuch auch in Niedersachsen möglich

09:56
27.11.2020
Hotelübernachtungen für Weihnachtsbesuche sollen auch in Niedersachsen möglich sein. Für den Besuch von Verwandten und auch engen Freunden zu Weihnachten soll es möglich sein, sich im Hotel einzuquartieren, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover. Die neue Corona-Verordnung des Landes befinde sich noch in der Endabstimmung. Klar sei aber, dass der Besuch von Verwandten zu Weihnachten keine touristische Übernachtung sei. Da etliche Menschen Weihnachten mit engen Freunden feierten, sei auch in diesem Fall eine Hotelübernachtung möglich. Nicht jeder habe zudem Verwandte, mit denen er feiern könne.

Noch nicht definitiv klar ist, ob Hotelübernachtungen auch für Silvesterbesuche erlaubt sind. „Ich gehe davon aus, dass diese Regelung dann auch an Silvester gilt“, sagte Pörksen.

Auch Berlin, Schleswig-Holstein, Hessen und Nordrhein-Westfalen geben eine Hotelübernachtungsmöglichkeit bei Familienbesuchen - gegen den Wunsch von Kanzleramtschef Helge Braun.

Max Seidenfaden

Ruhige Nacht in Hildburghausen - Landrat unter Polizeischutz

09:26
27.11.2020
 Nach umstrittenen Protesten gegen einen strengen Lockdown im Thüringer Landkreis Hildburghausen mit den bundesweit höchsten Infektionszahlen hat die Kreisstadt eine ruhige Nacht erlebt. In der zuständigen Landespolizeiinspektion Suhl sowie bei der Polizei in Hildburghausen selbst waren am Freitagmorgen auf Nachfrage keine besonderen Ereignisse bekannt.

Der Landrat des Landkreises, Thomas Müller, steht seit Donnerstag unter Polizeischutz. Er sei zuvor in den sozialen Medien beleidigt und bedroht worden und habe Anzeige erstattet, sagte ein Sprecher der Polizei in Erfurt am Donnerstagabend.

Die Drohung stehe „mutmaßlich im Zusammenhang mit der Corona-Schutzverordnung“, sagte der Sprecher. Die Kriminalpolizei Suhl bearbeite den Fall. Nach einem Bericht der Zeitung „Freies Wort“ hieß es in einem mittlerweile gelöschten Facebook-Post: „Müller, du dummes Schwein. Nimm Dir einen Strick und häng Dich weg“. Ein Kommentar dazu wird ebenfalls zitiert: „Ich glaube es ist besser, wenn wir ihm dabei helfen“.

Max Seidenfaden

„Gewisse Unbekannte“: Kanzleramtschef richtet Corona-Appell an Bürger

08:46
27.11.2020
Die Bundesregierung setzt in der Vorweihnachtszeit auch auf die Eigenverantwortung der Bürger, um persönliche Kontakte zu reduzieren und die Corona-Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Weihnachten sei als „Fest der Privatheit“ eine „gewisse Unbekannte“ in der Risikoabschätzung, sagte Kanzleramtschef Helge Braun am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“. „Ob wir Weihnachten so vorbereiten und so leben im Familienkreis, dass es zum Ansteckungsproblem wird, oder wir eben genau das Gegenteil erreichen - das haben wir wirklich alle selber in der Hand.“

Kontakte auf ein „absolutes Minimum“ zu reduzieren sei die Voraussetzung dafür, Verwandte sicher treffen zu können, sagte der CDU-Politiker. „Keiner möchte gerne seine liebsten Angehörigen und Verwandten anstecken.“ Deshalb komme es sehr auf das Verhalten eines jeden in der Vorweihnachtswoche an.

Max Seidenfaden