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20201126172155

Althusmann: Hätte mir weniger strenge Auflagen im Handel gewünscht

16:32
26.11.2020
 Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sieht Teile der coronabedingten Einschränkungen als zu hart an. Er hätte sich weniger strenge Auflagen für den Einzelhandel gewünscht, sagte Althusmann nach den Bund-Länder-Beratungen vom Mittwoch. Dort sei im ersten Lockdown bereits umfangreich in Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen investiert worden. Angesichts weiterhin vieler Coronavirus-Neuinfektionen hatten sich Bund und Länder am Mittwochabend auf weitere Einschränkungen verständigt.

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown soll bis mindestes 20. Dezember verlängert werden. Der Groß- und Einzelhandel bleibt zwar geöffnet, aber mit Maskenpflicht nun auch vor Geschäften und auf Parkplätzen sowie Zutrittsbeschränkungen für Kunden.

Max Seidenfaden

Edeka übt scharfe Kritik an neuen Corona-Auflagen

15:48
26.11.2020
Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka hat scharfe Kritik an der Verschärfung der Corona-Auflagen für den Einzelhandel geübt. „Wir halten die Begrenzung der Kundenzahl ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche für kontraproduktiv und nicht nachvollziehbar“, sage Edeka-Chef Markus Mosa am Donnerstag. Die hohe Nachfrage gerade im Weihnachtsgeschäft lasse sich so nicht bedienen.

Der Hinweis der Politik, dass die Verbraucher ihre Einkäufe auf die Wochentage verteilen sollten, sei auch nicht hilfreich, denn das täten die Kunden bereits seit dem ersten Lockdown, meinte Mosa. „Auch bei einer weiteren Verteilung der Kundenströme könnten wir die hohe Nachfrage gerade im Weihnachtsgeschäft nicht bedienen.“

Zudem verzerre der Beschluss den Wettbewerb, klagte der Edeka-Chef. Supermärkte mit Bedientheken und einer dadurch höheren Verweildauer der Kunden seien extrem benachteiligt im Vergleich zu Konkurrenten, die nur auf Selbstbedienung setzten. „Das wird einen weiteren Schub geben in Richtung SB-Formate mit ausschließlich preisorientierten Angeboten“, prognostizierte der Händler.

Max Seidenfaden

Neue Spielstätte gesucht: Eisbären-Halle wird Impfzentrum

15:15
26.11.2020
Basketball-Zweitligist Eisbären Bremerhaven wird durch die Corona-Pandemie hart getroffen. Zwar darf ein Großteil der Mannschaft nach zweiwöchiger Quarantäne und mittlerweile drei Spielabsagen ab diesem Donnerstag wieder das Training aufnehmen. Doch dafür muss sich der frühere Bundesliga-Club nun für die kommenden Monate eine neue Heimspielstätte suchen, weil die Stadthalle Bremerhaven noch im Dezember zu einem Impfzentrum gegen das Coronavirus umgebaut wird. Voraussichtlich bis Ende April 2021 werden dort keine Sportveranstaltungen möglich sein, betroffen ist davon auch ein Tanzfestival der TSG Bremerhaven am 27. März.

„Die Stadt hat uns umgehend in Kenntnis gesetzt und zugesagt, uns bei der Suche nach Lösungen zu unterstützen – auch finanziell“, sagte der Eisbären-Geschäftsführer Nils Ruttmann dem Bremer „Weser-Kurier“. „Wir haben viel zu tun, der zeitliche Druck ist maximal.“

Max Seidenfaden