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IG Metall: Eltern wegen vorgezogener Ferien bezahlt freistellen

14:35
26.11.2020
Die Gewerkschaft IG Metall fordert wegen der nun in einigen Bundesländern vorgezogenen Weihnachtsferien bezahlte freie Tage für Eltern. Die wegen Corona vereinbarte Vorverlegung der Ferien dürfe nicht auf deren Rücken ausgetragen werden, sagte der Chef der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, am Donnerstag. Die IG Metall fordere Arbeitgeber und Politik zum gemeinsamen Handeln auf: „Stellt die Eltern zumindest jetzt an diesen Tagen bezahlt frei!“ Es seien die gleichen Eltern, die schon zu Beginn der Pandemie die Schließung von Kitas und Schulen über Urlaubstage, Abbau von Arbeitszeitkonten und Entgeltverzicht auffangen mussten.

Um die Zahl der Kontakte direkt vor den Feiertagen und damit die Ansteckungsgefahr im Familienkreis zu verringern, hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder vereinbart, die Weihnachtsferien in fast ganz Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen zu lassen - dem Sonnabend vor Heiligabend. Dieses Datum stand zwar in den meisten Bundesländern schon lange vor Corona als Ferienbeginn fest. Die restlichen Länder ziehen aber nach. Nur Bremen und Thüringen hatten sich vorbehalten, eine eigene Regelung zu treffen.

Anna Zacharias

BUND kritisiert Corona-Beschlüsse zu Feuerwerk

13:56
26.11.2020
Die Umweltorganisation BUND hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zum Silvesterfeuerwerk kritisiert. „Es kann nicht sein, dass wir mitten in der Corona-Pandemie eine Überlastung der Notaufnahmen riskieren und Betroffene noch größeren Risiken aussetzen“, sagte Olaf Bandt, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), am Donnerstag.

Die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am Mittwoch beschlossen, dass Silvesterfeuerwerk auf belebten Plätzen und Straßen untersagt wird, um größere Gruppen zu vermeiden. Die örtlichen Behörden sollen die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen. Grundsätzlich wird „empfohlen“, zum Jahreswechsel auf Feuerwerk zu verzichten. Ein Verbot des Feuerwerksverkaufs soll es nicht geben.

Max Seidenfaden

Hersteller: Spezialkühlschränke wegen Corona-Impfstoffen gefragt

13:01
26.11.2020
Die Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impfstoff führt bei einem niedersächsischen Hersteller von Spezialkühlschränken zu einer deutlich höheren Nachfrage. „Für alles, was wir in diesem Jahr noch liefern können, sind die Auftragsbücher komplett voll“, sagte die Geschäftsführerin der Firma Tritec aus Hannover, Birgitt Nolden, am Donnerstag. In den vergangenen vier Wochen habe sich die Zahl der Aufträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. „Unsere Lager sind leergefegt.“

Hintergrund seien die Vorbereitungen der Bundesländer auf den Aufbau von Corona-Impfzentren. Nach Angaben von Tritec wird pro Impfzentrum mindestens ein Tiefkühlschrank bis minus 70 Grad, ein Tiefkühlschrank bis minus 20 Grad und ein Medikamentenkühlschrank bis plus 5 Grad benötigt. „Wenn man sich für alles wappnen möchte, müsste man sich das anschaffen“, sagte Nolden mit Blick auf die verschiedenen Impfstoffkandidaten, die jeweils bei unterschiedlich niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen.

Max Seidenfaden