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Spielwarenbranche trotzt der Corona-Krise

17:52
23.11.2020
Die Spielwarenbranche erwartet trotz der Corona-Krise ein gutes Weihnachtsgeschäft. Die Umsätze könnten auf Vorjahresniveau liegen, sagte Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie in Nürnberg. Die Spielwarenbranche zähle zu den Gewinnern der Pandemie. „Die Entwicklung zeigt erneut, dass an Spielzeug nicht gespart wird.“ Umsatzzahlen für 2020 und einen Ausblick aufs kommende Jahr wollen Hersteller und Händler am Dienstag (11.00 Uhr) auf einer virtuellen Pressekonferenz vorstellen.

In den vergangenen drei Jahren machten die Verbraucher in Deutschland für Spielzeug zunehmend mehr Geld locker, im vergangenen Jahr waren es 3,4 Milliarden Euro. In diesem Jahr rechnen die Händler ebenfalls mit guten Geschäften. „In Zeiten von Lockdown, Homeoffice & Co. geben die Deutschen mehr Geld für Spielzeug aus“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels, Steffen Kahnt. „Gut, dass die Spielwarengeschäfte trotz zweiter Welle geöffnet sind.“

Max Seidenfaden

Estland beschließt Maskenpflicht und weitere Corona-Einschränkungen

17:36
23.11.2020
Angesichts weiter steigender Corona-Neuinfektionen verhängt Estland weitere Einschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung in Tallinn änderte am Montag die bisherige Empfehlung, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen, in eine verbindliche Anordnung um. Die Maskenpflicht tritt zum 24. November in Kraft.

Zugleich muss in allen öffentlichen Innenräumen die sogenannte 2+2-Regel in dem baltischen EU-Land befolgt werden. Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzte die Regierung zudem die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen im Freien auf 500 Personen herab, im Innenbereich auf 250. In Innenräumen mit festen Sitzplätzen dürfen bis zu 400 Personen teilnehmen. Strengere Regeln gelten für die Hauptstadt Tallinn und die umliegende Region. 

Max Seidenfaden

18 neue Corona-Fälle in Bremen

16:50
23.11.2020
Die Zahl der Corona-Infektionen im Land Bremen ist am Montag um 18 auf 9318 gestiegen. DAs teilte das Gesundheitsressort am Abend mit. 14 der Neuinfektionen fielen auf die Stadtgemeinde Bremen, wo nun 8531 verzeichnet wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg um fünf auf 112. Alle Fälle wurden in der Stadtgemeinde Bremen registriert, wo die Zahl der Verstorbenen somit auf 98 stieg. Die Zahl der aktiven Infektionen im Land Bremen sank um 344 Fälle auf 1952. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen liegt nun bei 152,9 in Bremerhaven bei 96.

Derzeit müssen 166 Personen stationär behandelt werden, davon 41 auf Intensivstationen. Bei mindestens 51 Patienten sei der Gesundheitszustand schlecht oder kritisch, teilte das Gesundheitsressort mit. 25 Patienten müssen beatmet werden. 

Max Seidenfaden

Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

16:49
23.11.2020
Bei Demonstrationen der Organisation „Querdenken“ ist es aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den „Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden“, sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung „Main-Post“.

„So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel“, kritisierte Schuster.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer „Querdenken“-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

Max Seidenfaden