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20201118212704

Nachfrage nach Telefonseelsorge steigt in Corona-Zeiten

06:13
18.11.2020
Lockdown, steigende Fallzahlen, Einsamkeit aufgrund von Kontaktbeschränkungen: Im Jahr der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach telefonischer Seelsorge gestiegen. Vor Corona habe es im Durchschnitt 2500 Gespräche pro Tag gegeben, im März und April 2020 seien es dann über 3000 pro Tag gewesen, teilte die Telefonseelsorge mit. „Mit dem Ende des ersten Lockdowns normalisierte sich das Anrufaufkommen, blieb aber insgesamt höher als im Vorjahr, im September waren es durchschnittlich 2700 Gespräche pro Tag.“ Auch die Nachfrage der seelsorgerlichen Angebote im Netz sei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

In fast allen Gesprächen im Frühjahr war nach Angaben der Seelsorger die Pandemie ein Thema. Rund 40 Prozent der Anrufer bezogen sich demnach auf Einschränkungen, Verunsicherungen und Veränderungen durch Covid-19. Rund 24 Prozent der Anrufer fühlten sich einsam, fast 15 000 beschrieben ihre Stimmung als depressiv - das waren etwa 1400 mehr, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch das Thema Suizidalität sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum häufiger genannt worden.

Jan-Felix Jasch

17.561 Fälle: Corona-Neuinfektionen erneut unter Vorwochenstand

05:15
18.11.2020
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 17 561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18 487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23 542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 833 307 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 305 auf insgesamt 13 119. Das RKI schätzt, dass rund 546 500 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Jan-Felix Jasch