Letztes Update:
20201113062603

Neuer Höchststand: 23.542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet

06:01
13.11.2020
In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 481:700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Jan-Felix Jasch

Forscher: Corona-Apps brauchen mehr Vertrauen für volle Wirkung

05:32
13.11.2020
Regierungen müssen laut Schweizer Forschern mehr für das Vertrauen der Bevölkerung in Corona-Warn-Apps tun. Eine echte Wirkung könnten Smartphone-Apps, die etwa Bluetooth-Technologie für Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen nutzen, erst mit ausreichend Nutzern erzielen. Solange die Wirkung der Apps in den Augen der Menschen nicht belegt ist, laden sie viele Menschen aber nicht herunter, wie Alessandro Blasimme und Effy Vayena vom Fachbereich Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich in der Fachzeitschrift „Science“ schreiben.

Die Download-Zahlen der Corona-Warn-Apps bleiben laut den Forschern in vielen Staaten deutlich hinter den Erwartungen zurück. In Studien im April und Mai etwa in den USA, der Schweiz und Italien hätten sich zwischen 55 und 70 Prozent der Erwachsenen in allen Altersgruppen zur Nutzung einer Corona-App bereit gezeigt. Die tatsächlichen Nutzerquoten lagen dann aber in allen betrachteten Staaten teils deutlich unter 30 Prozent der Bevölkerung.

In Deutschland haben laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bis Anfang November 22 Millionen Menschen die App installiert, 18 bis 20 Millionen Menschen nutzen sie tatsächlich. Mehr als zwei Millionen Laborergebnisse seien bislang über die App übermittelt worden.

Jan-Felix Jasch