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20201106182303

Impfkommission: Corona-Herdenimmunität in 2021 ist unrealistisch

18:23
06.11.2020
Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat Erwartungen an mögliche Impfungen gegen Corona im kommenden Jahr gedämpft. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag), um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten mindestens 50 bis 60 Millionen Menschen geimpft sein, also rund 60 Prozent der Bevölkerung. „Es ist unrealistisch, das im kommenden Jahr zu schaffen.“ Er ergänzte: „Ich fürchte, dass nicht nur dieser, sondern auch der nächste Winter herausfordernd wird.“ Die Ständige Impfkommission ist ein Expertengremium, das Empfehlungen zum Impfen in Deutschland gibt.

Jan-Felix Jasch

Pflegeschutzbund warnt vor sozialer Isolation von Pflegebedürftigen

17:33
06.11.2020
Der Pflegeschutzbund Biva hat vor den Folgen einer sozialen Isolation von Pflegeheim-Bewohnern während des Teil-Lockdowns im November gewarnt. Seine sozialen Kontakte zu minimieren, sei zwar das Gebot der Stunde, sagte Biva-Sprecher David Kröll der Deutschen Presse-Agentur. „Allerdings kommen wir Menschen nicht ohne Sozialkontakte aus.“

Kröll sprach von drastischen Folgen der Isolation und Einsamkeit, die der Pflegeschutzbund in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie vor Augen geführt bekommen habe. Als Beispiele nannte er den Verlust von Fähigkeiten bei den Betroffenen, aber auch Depressionen und Selbstmordgedanken. „Es muss unbedingt vermieden werden, dass dies in der Form noch einmal passiert“, sagte Kröll. Mit Hygiene- und Schutzmaßnahmen müssten jetzt sichere Besuche von Angehörigen, Therapeuten und Ärzten möglich gemacht werden.

Max Seidenfaden

Wieder Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Italien

17:00
06.11.2020
Die täglichen Corona-Neuinfektionen in Italien haben einen neuen Höchstwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden den Gesundheitsbehörden nach Angaben vom Freitag etwas mehr als 37 800 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Toten blieb im Vergleich zum Vortag mit 446 in etwa gleich. Insgesamt zählen die Behörden in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern damit knapp 862 700 Corona-Fälle. Mehr als 40 500 Infizierte sind nach offiziellen Angaben bislang gestorben.

Seit Freitag versucht die Regierung in Rom, die Infektionen mit neuen Maßnahmen einzudämmen. Für die Bürger und Bürgerinnen gilt etwa eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens. Ausnahmen sind für den Weg zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen erlaubt. Im ganzen Land sind die Museen zu. Höhere Schulen und Universitäten müssen auf Online-Unterricht umstellen. Die Bundesregierung stuft ganz Italien wegen des Anstiegs der Infektionszahlen von Sonntag an als Corona-Risikogebiet ein.

Jan-Felix Jasch