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20201106064614

Geänderte Kriterien für Corona-Tests - Labore hoffen auf Entlastung

06:38
06.11.2020
Besonderes Augenmerk liegt jetzt auf den Symptomen und deren Schwere: Mit den geänderten Empfehlungen für den Einsatz von Corona-Tests hoffen die bundesweit am Limit arbeitenden medizinischen Labore auf Entlastung. Man sei überzeugt, dass die aufgebauten Kapazitäten mit dem nun gewählten Fokus auf medizinisch begründete Tests ausreichen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verbands der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), Jan Kramer, der Deutschen Presse-Agentur. Voraussetzung sei, dass die neuen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) an Ärzte eingehalten werden.

„Was wir nicht schaffen können in den medizinischen Laboren, ist, wenn jegliche Erkältungssymptomatik abgeklärt wird“, sagte der Internist und Laborarzt. Kramer schilderte, dass Tests gemäß RKI-Empfehlung etwa angezeigt seien bei schweren Symptomen der Atemwege - bei akuter Bronchitis, Lungenentzündung, Atemnot und Fieber -, bei Störungen von Geruchs- und Geschmackssinn, bei Symptomen nach direktem Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall oder bei akuter Verschlechterung des Krankheitsbildes. Mit einem Test abgeklärt werden sollten demnach auch akute Atemwegsprobleme bei Risikogruppen und bei Menschen, die in medizinischen Einrichtungen und in der Pflege arbeiten.

Max Seidenfaden

Tonne schließt Rückkehr zu Wechselmodell für Schulen nicht aus

05:42
06.11.2020
 Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will die Schulen in der zweiten Corona-Welle „mit einem verantwortungsvollen Blick auf den Infektionsschutz“ geöffnet halten. Nicht ausschließen will der SPD-Politiker dabei eine landesweite Rückkehr zu einem Wechselbetrieb zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling mit geteilten Klassen, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). Die Zahl der Schulen mit coronabedingten Einschränkungen ist in Niedersachsen seit Wochenbeginn deutlich gestiegen. Schon jetzt befinden sich mehr als 100 Schulen im Wechselbetrieb - dem sogenannten Szenario B.

In Niedersachsen gibt es den Angaben zufolge rund 35 000 Klassen an 3000 Schulen. Mit Stand von Donnerstag kommt es aktuell an rund 340 Schulen zu Einschränkungen des Schulbetriebs, wie die „NOZ“ unter Berufung auf das Kultusministerium berichtete. Sechs Schulen in Niedersachsen sind demnach ganz geschlossen, an 227 weiteren sind einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht im Unterricht. Zudem organisierten 109 Schulen den Unterricht im sogenannten Szenario B.

Vorgesehen ist das Szenario B derzeit in Regionen ab 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, wenn an der jeweiligen Schule eine Infektionsschutzmaßnahme wie Quarantäne für eine Lerngruppe angeordnet wurde. Das sieht die neueste Corona-Verordnung des Landes vor.

Max Seidenfaden