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20201104184755

Italien verhängt Corona-Ausgangssperren und Reisebeschränkungen

18:47
04.11.2020
Nächtliche Ausgangssperren und Risikozonen mit Reiseverboten: Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle schränkt die Regierung in Rom die Bewegungsfreiheit der 60 Millionen Bürger ab diesem Donnerstag verstärkt ein. Die Ausgangssperre gilt von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Das geht aus dem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zu Mittwoch unterschrieben hat.

In den Zonen mit hohem oder sehr hohem Risiko - sie werden meist als orange und rote Zonen bezeichnet - wird das Verlassen des Wohnorts und der Region beschränkt. Als Ausnahmen gelten die Arbeit oder medizinische Gründe. Zudem müssen dort Bars und Restaurants schließen.

Die Verschärfung gilt zunächst für vier Wochen bis zum 3. Dezember. Im ganzen Land müssen alle Museen schließen. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nur noch halb voll sein. Höhere Schulen und Universitäten müssen auf Online-Unterricht umstellen. Einkaufszentren sollen am Wochenende großteils dicht sein.

Maria Sandig

Bald 800 000 Corona-Fälle in Italien - Neuinfektionen stabil

17:50
04.11.2020
In Italien haben die Gesundheitsbehörden am Mittwoch 30 550 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Virus hatte Ende der vergangenen Woche schon etwas höher gelegen. Einige Experten sprachen deshalb von einem Anzeichen, dass sich dieser Wert auf hohem Niveau stabilisiert haben könnte. Giovanni Rezza, ein Fachmann des Gesundheitsministeriums, mahnte trotzdem vor Journalisten vor zu schnellen Schlüssen. Die Regierung in Rom hatte im Oktober mehrfach die Schutzvorschriften gegen den Erreger Sars-CoV-2 verschärft. An diesem Donnerstag soll zudem eine nächtliche Ausgangssperre starten.

Die Zahl der neuen Covid-19-Todesfälle blieb mit 352 Opfern innerhalb von 24 Stunden am Mittwoch weiter hoch. Das 60-Millionen-Einwohner-Land registrierte in der Pandemie seit Februar insgesamt fast 800 000 Infektionsfälle. Im Zusammenhang mit dem Virus starben nach offiziellen Angaben bisher 39 764 Menschen.

Sarah Haferkamp

Fast 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Großbritannien

17:44
04.11.2020
Mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages hat Großbritannien den höchsten Stand an Todesfällen von Corona-Infizierten seit Mitte Mai erreicht. Die zuständige Statistikbehörde meldete am Mittwoch 492 Fälle, in denen die Patienten innerhalb von vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. So hoch lag die Zahl der Todesfälle nicht mehr seit dem 19. Mai, als 500 Tote gezählt wurden. Mit mehreren Zehntausend Toten gilt Großbritannien als das bislang von der Pandemie am härtesten getroffene Land in Europa.

Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine „ernste Situation“ zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. Ab diesem Donnerstag gilt in England zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland.

Sarah Haferkamp