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20201102125236

Grütters fordert großzügige und unbürokratische Hilfe für die Kultur

12:52
02.11.2020
Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert vor der Sitzung des Corona-Kabinetts der Bundesregierung an diesem Montag großzügige und effiziente Hilfen für die Kulturszene. Es müsse „mindestens in dem Umfang, wie man auch anderen Branchen hilft“ unterstützt werden, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Montag). Sie meine nicht in erster Linie institutionell geförderte Einrichtungen, sondern beispielsweise Kinos, Galerien und Clubs.

Bereits am Freitag hatte sie darauf hingewiesen, dass es um die Existenz von mehr als 1,5 Millionen Menschen gehe, „die in unserem Land mehr als 100 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt an Wertschöpfung beitragen und häufig als Soloselbstständige arbeiten“. Nun seien unbürokratische Hilfen auch eine Frage der Wertschätzung, betonte die CDU-Politikerin. Es habe den Kulturschaffenden wehgetan, „dass sie in einem Atemzug mit Freizeit und Nagelstudios genannt worden sind“.

In zahlreichen Bundesländern gab es am Wochenende Proteste gegen die wiederholte Schließung von Theatern, Opern, Konzerthäusern oder Kinos. Auch Direktoren namhafter Kunstmuseen in Deutschland protestierten in einem Brief.

Jan-Felix Jasch

Studie: Höhere Belastungen für pflegende Angehörige in Corona-Zeit

12:16
02.11.2020
Die Belastungen für Angehörige, die Pflegebedürftige zu Hause betreuen, haben sich laut einer Studie in der Corona-Krise weiter erhöht. Für 57 Prozent der Befragten wurde die Pflege nach eigenem Bekunden in der Pandemie zeitlich aufwendiger, wie eine Analyse der Universität Bremen für die Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab. Hintergrund sei unter anderem, dass professionelle Hilfe etwa von Pflegediensten nicht in gewohntem Umfang in Anspruch genommen werden konnte. Der eigene Gesundheitszustand hat sich demnach nun für 11 Prozent der pflegenden Angehörigen „erheblich“ verschlechtert, für 41 Prozent „etwas“. Als „nicht verändert“ beschrieben ihn 47 Prozent.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Situation pflegender Angehöriger sei schon vorher schlecht gewesen. „Mit der Corona-Krise ist die Belastungsgrenze endgültig überschritten.“ Viele bräuchten kurzfristig mehr Flexibilität in der
Pflege und im Beruf, weil die Pandemie noch anhalten werde. Storm begrüßte Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in diese Richtung, die ein erster Schritt zur Entlastung seien. Mehr als drei Millionen Pflegebedürftige werden zu Hause versorgt.

Jan-Felix Jasch