Letztes Update:
20201101172240

Italien will Anfang der Woche Anti-Corona-Maßnahmen verschärfen

17:22
01.11.2020
 Italiens Regierung plant für Anfang der Woche eine erneute Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen wolle Ministerpräsident Giuseppe Conte am Montag im Parlament in Rom eine Erklärung abgeben und anschließend per Dekret neue Restriktionen erlassen, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag.

Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte der Zeitung „Corriere della Sera“: „Wir haben 48 Stunden, um zu versuchen, die Verschärfung auf den Weg zu bringen.“ Vorgesehen sind nach Medienberichten regionale Lockdowns in Virus-Hotspots wie der Lombardei und in Metropolen wie Neapel und Genua. Reisen zwischen den Regionen könnten stark eingeschränkt werden.

„Es sind zu viele Menschen unterwegs“, sagte Gesundheitsminister Speranza. Man müsse die Italiener davon überzeugen, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben.

Max Seidenfaden

Pandemie: Fast jedes zehnte deutsche Gesundheitsamt sieht Engpässe

17:13
01.11.2020
38 von rund 400 deutschen Gesundheitsämtern haben beim Robert Koch-Institut Überlastung angezeigt. Damit stößt fast jedes zehnte Amt mit dem Stand vom 30. Oktober entweder aktuell an Kapazitätsgrenzen oder rechnet innerhalb der nächsten Tage damit. Am 20. Oktober lagen 22 solcher Anzeigen vor, die sich je nach Überlastungsgrad in drei Kategorien gliedern, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf Anfrage mit.

Am Samstag meldete das RKI mit mehr als 19 000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen Höchststand. Nun sollen vier Wochen lang drastische Einschränkungen im öffentlichen Leben die Welle brechen. Ziel ist es vor allem, ausreichend Kapazitäten auf den Intensivstationen zu bewahren.

Die Engpässe bei den Gesundheitsämtern betreffen die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, zum Teil auch das Ausbruchsmanagement oder andere Aufgaben des Infektionsschutzes. In Berliner Gesundheitsämtern ist zum Beispiel die Hilfe von Bundeswehr-Soldaten willkommen. Am Sonntag entschied auch der Krisenstab des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, für Corona-Testungen künftig auf medizinisches Personal der Bundeswehr zurückzugreifen. Der grün-linksalternativ geprägte Bezirk hatte seit Wochen als einziger von zwölf Berliner Bezirken keine Hilfe dieser Art zugelassen - obwohl die Infektionszahlen dort zu den höchsten der Hauptstadt gehören.

Max Seidenfaden

Bremer Sieben-Tage-Wert steigt auf über 200

16:27
01.11.2020
Die Corona-Indizenz für Bremen hat am Sonntag erstmals die 200er-Marke überschritten. Wie das Gesundheitsressort am Abend mitteilte, liegt der Wert Sieben-Tages-Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner nun bei 210,9. Laut Gesundheitsressort wurden am Sonntag 161 neue Fälle verzeichnet, davon 150 in der Stadtgemeinde Bremen. Eine weitere Person in der Stadtgemeinde ist zudem mit oder an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl stieg damit auf 63, im Land Bremen gibt es damit 73 Tote. Die Zahl der aktiven Infektionen liegt demnach bei 2269, über genese Personen macht das Gesundheitsressort am Wochenende keine Angaben.

Max Seidenfaden