Letztes Update:
20201101150107

Peters verteidigt Kritik aus dem Profifußball an Corona-Maßnahmen

15:01
01.11.2020
Peter Peters hat die Verantwortung des Fußballs für die Gesellschaft während der Corona-Pandemie hervorgehoben und die Kritik an den neuen Beschränkungen verteidigt. „Der Fußball akzeptiert die Maßnahmen und der Fußball war und ist demütig. Wir müssen aber auch eine faktenorientierte Diskussion zulassen“, sagte der Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga am Sonntag im „Doppelpass“ des TV-Senders Sport1. Der Fußball dürfe die Maßnahmen auch hinterfragen und sich „Gedanken auch um seine Zukunft“ machen.

„Auch das gehört zur Qualität der Diskussion, dass wir uns fragen: Wie geht es dann weiter?“, sagte Peters. Man diskutiere über ein Herzstück des Fußballs, nämlich die Zuschauer. Sie hätten eine enorme Bedeutung für ein Spiel.

Max Seidenfaden

Milliardenschweres Rettungspaket für die Londoner U-Bahn

14:32
01.11.2020
Die britische Regierung hat ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt, um die Londoner Verkehrsbetriebe durch die Pandemie zu bringen. „Es ist nicht der perfekte Deal“, sagte der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan am Sonntag, der sich noch eine stärkere Unterstützung der Regierung gewünscht hatte. Allerdings habe er „drakonische Maßnahmen“ abwenden können. So war zuvor etwa eine saftige Preiserhöhung diskutiert worden.

Insgesamt soll Transport for London, zu der auch die berühmte Londoner U-Bahn („Tube“) gehört, 1,8 Milliarden Britische Pfund (umgerechnet knapp zwei Mrd Euro) erhalten, um bis März ihre Fahrten aufrechterhalten zu können. Die Fahrgastzahlen waren seit dem Frühjahr massiv eingebrochen und die Gesellschaft wies herbe Verluste aus. Die Londoner Tube ist die älteste U-Bahn der Welt.

Max Seidenfaden

Corona-Notstand in Tschechien möglicherweise bis Weihnachten

14:15
01.11.2020
 Der wegen der Coronavirus-Pandemie ausgerufene Notstand könnte in Tschechien bis Weihnachten andauern. Das müsse man fairerweise sagen, räumte Innenminister Jan Hamacek am Sonntag im tschechischen Fernsehen CT ein. Die Rückkehr zur Normalität sei keine Frage von Tagen, sondern von Wochen und Monaten. Darunter verstehe er eine Zahl der täglichen Neuinfektionen im Hunderter- oder niedrigen Tausenderbereich. Aktuell meldeten die Behörden 11 428 neue Fälle binnen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben 3251 Menschen.

Das Abgeordnetenhaus in Prag hatte am Freitag einer Verlängerung des Ausnahmezustands zunächst bis zum 20. November zugestimmt. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre; Schulen, Restaurants sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.

Das Land war relativ glimpflich durch die erste Coronavirus-Welle im Frühjahr gekommen, kämpft aber seit September mit einem rasanten Anstieg der Infektionsrate. Die Opposition forderte die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission. „Wenn die Regierung im Frühjahr gesagt hat, dass sie Tausende Menschenleben gerettet habe, dann muss sie sich heute auch zu den Toten bekennen“, forderte Ex-Finanzminister Miroslav Kalousek.

Max Seidenfaden