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Touristen müssen Schleswig-Holstein bis 2. November verlassen

13:34
30.10.2020
Touristen müssen aus Schleswig-Holstein spätestens bis zum 2. November abreisen. Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie in den Autozügen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit. Damit soll der Abreiseverkehr entzerrt werden.

Die Regierung verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown, der am 2. November beginnt und vier Wochen dauern soll. Die Ministerpräsidentenkonferenz habe am vergangenen Mittwoch beschlossen, dass „Übernachtungsangebote im Inland nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht-touristische Zwecke zur Verfügung gestellt“ werden. Für Schleswig-Holstein gelte deshalb, dass mit wenigen Ausnahmen für die kommenden vier Wochen keine Beherbergungsleistungen mehr in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen angeboten werden.

Max Seidenfaden

Corona-Neuinfektionen in Österreich klettern rasant weiter nach oben

13:17
30.10.2020
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus schnellt auch in Österreich weiter rasant nach oben. Binnen 24 Stunden wurde der Rekordwert von 5627 neuen Fällen gezählt, wie die Ministerien für Gesundheit und Innen am Freitag in Wien berichteten. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag, als 4453 neu mit dem Virus angesteckte Menschen registriert wurden. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen genannt, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Die Regierung will am Samstag neue Schritte vorstellen. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

Jan-Felix Jasch

Söder: Einige haben den Ernst der Lage noch nicht verstanden

12:45
30.10.2020
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Menschen eindringlich zum gemeinsamen Kampf gegen den ungebremsten Anstieg der Corona-Zahlen aufgerufen. „In ganz Europa wütet die Pandemie“, sagte Söder am Freitag in einer Regierungserklärung im Landtag in München. „Auch Bayern ist wieder voll erfasst.“ Die zweite Welle sei da, und diese sei schlimmer als zuvor. Söder warnte insbesondere vor einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems, sollten die Zahlen weiter ansteigen wie bisher. Nichtstun hätte dramatische Folgen. Deshalb müsse man jetzt handeln. „Es ist ernst“, mahnte Söder. Viele machten mit, lobte er, klagte aber auch: „Einige haben den Ernst der Lage noch nicht verstanden.“

Jan-Felix Jasch