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20201030174250

Neuer Höchstwert: 18.681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

06:02
30.10.2020
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11.242 Neuinfektionen gemeldet.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 499.694 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 30.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 77 auf insgesamt 10.349. Das RKI schätzt, dass rund 345.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Jan-Felix Jasch

SPD-Finanzexperte: Wer gut durch Corona-Krise kommt, soll mehr zahlen

05:50
30.10.2020
Angesichts der Rekordverschuldung des Staates wegen Corona will der SPD-Finanzexperte Lothar Binding Gutverdiener nach der Krise stärker zur Kasse bitten. „Die Menschen, die gut durch die Krise gekommen sind, sollten dem Staat nach der Krise helfen, wieder auf die Beine zu kommen“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion der „Bild“-Zeitung (Freitag). „Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.“

Finanzminister und SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz hatte ohnehin bereits angekündigt, im Fall eines Siegs bei der Bundestagswahl die Steuern für Besserverdienende erhöhen zu wollen.

Auch Marcel Fratzscher, Direktor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hält Steuererhöhungen für eine Möglichkeit, um die Staatskassen wieder zu füllen. „Der starke Anstieg der Staatsverschuldung wird nach der Pandemie korrigiert werden müssen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Das gehe am besten mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum. Dafür müsse die Politik
jedoch den Strukturwandel hin zu Klimaschutz, Digitalisierung und
Globalisierung viel stärker vorantreiben als bisher. „Wenn dies nicht gelingt, dann werden Steuererhöhungen langfristig notwendig sein.“

Jan-Felix Jasch