Letztes Update:
20201028090118

Spahn warnt vor Auslastung der Intensivstationen

08:49
28.10.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einer Überforderung des deutschen Gesundheitssystems durch schwere Krankheitsverläufe in der Corona-Pandemie gewarnt. „Wenn die Intensivstationen voll sind, dann ist es zu spät“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR). Zuletzt stiegen dort die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Patienten deutlich. „Noch auf einem verkraftbaren Niveau, Stand heute“, sagte Spahn. Es sei besser, jetzt die Welle zu brechen.

In Bremen sind derzeit 188 von 232 Intensivbetten belegt und somit nur noch 44 Betten frei. 20 Patienten sind davon mit Covid-19 infiziert. Über 100 Betten stehen als Reserve zur Verfügung. 

Maria Sandig

Corona-Gespräche: Weil will disziplinierte Beratungen

08:09
28.10.2020
Im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil disziplinierte Beratungen der Landeschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert. Er habe großes Interesse an bundeseinheitlichen Regeln, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“. Er rief dazu auf, aus dem zu lernen, „was wir vor zwei Wochen nicht gut gemacht haben“. Mit den bisherigen Maßnahmen sei es nicht gelungen, die Dynamik des Infektionsgeschehens zu brechen. Man kämpfe darum, gemeinsam „einigermaßen friedliche Weihnachten“ zu haben.

Die Ministerpräsidenten beraten am heutigen Mittwoch mit Bundeskanzlerin Merkel (CDU) per Video-Schalte über den weiteren Kurs in der Corona-Krise. Er gehe davon aus, dass es keine einfachen Gespräche werden, sagte Weil. Einig seien sich die Beteiligten darin, das Bildungswesen und die Wirtschaft „möglichst in Ruhe zu lassen“. Allerdings sei die Entwicklung besorgniserregend, alle müssten sich darauf einstellen, sich in ihrer Lebensführung zurückzunehmen.

Jan-Felix Jasch