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20201027072009

Quartalszahlen: Südkoreas Wirtschaft wächst wieder

07:18
27.10.2020
Südkoreas Wirtschaft hat sich erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder leicht erholt. Laut Zahlen der koreanischen Zentralbank vom Dienstag ist das Bruttoinlandsprodukt Südkoreas im dritten Quartal um 1,9 Prozent angewachsen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist die Wirtschaft hingegen um 1,3 Prozent gesunken.

Die Erholung der Wirtschaft ist vor allem auf den zuletzt starken Anstieg an Exporten zurückzuführen, die im Zeitraum Juli bis September um 15,6 Prozent expandierten. Schwach entwickelte sich indes das Konsumverhalten der Koreaner, das um 0,1 Prozent weiter sank.

Südkorea hat die Corona-Pandemie im internationalen Vergleich bislang gut überstanden - nicht zuletzt wegen des aggressiven Contact-Tracings der Behörden. Die täglichen Infektionszahlen betrugen am Dienstag zuletzt 72 plus 16 weitere importierte Fälle. Insgesamt haben sich in Südkorea bislang etwas mehr als 26 000 Personen nachweislich mit dem Virus angesteckt.

Jan-Felix Jasch

Intensivmediziner: Genug Intensivbetten, aber zu wenig Pflegepersonal

06:47
27.10.2020
Intensivmediziner warnen vor Engpässen bei der Versorgung von Covid-19-Patienten wegen des Fehlens von Pflegepersonal. „Wir haben einen dramatischen Mangel an Pflegekräften“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Es gebe inzwischen „ausreichend Kapazitäten an freien Intensivbetten und Beatmungsgeräten“. Das allein helfe aber nicht weiter, „wenn wir kein Personal haben, um die Patienten zu versorgen“. Hierin liege „das viel größere Problem“. Grob geschätzt fehlten bundesweit 3500 bis 4000 Fachkräfte für die Intensivpflege, sagte Janssens.

Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, rechnet damit, dass der Personalmangel in den Krankenhäusern bald massiv zutage tritt. „Sechs bis neun Prozent der Infizierten von heute werden in zwei Wochen im Krankenhaus behandelt werden müssen“, prognostizierte Johna. „Pro schwer krankem Covid-Patienten auf der Intensivstation wird eigentlich eine Pflegekraft benötigt“, sagte sie den Funke-Zeitungen.

Jan-Felix Jasch