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20201026085914

Österreichs Kanzler stellt zweiten Lockdown in den Raum

08:59
26.10.2020
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz am Montag in Wien. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. „Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird,“ so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown.

Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

Sarah Haferkamp

Tschentscher zu Corona-Maßnahmen: „Bundesweit auf die Regeln gucken“

08:48
26.10.2020
 Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich positiv über ein bundesweit einheitliches Vorgehen bei Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie geäußert. Bisher habe man regional die Maßnahmen bestimmt, wie es zum Infektionsgeschehen passt, sagte er am Montag im ARD-Morgenmagazin. „Aber jetzt sind wir in der Tat in einer Lage, in der in ganz Deutschland die Zahlen steigen und deswegen ist es gut, dass wir auch nochmal bundesweit auf die Regeln gucken und überlegen, ob es noch weitere Maßnahmen geben muss.“ Am Freitag tagt die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder.

Sarah Haferkamp

Halloween: Spielwarenindustrie rechnet mit Einbußen wegen Corona

06:03
26.10.2020
Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie rechnet aufgrund der Corona-Krise mit Einbußen im Halloween-Geschäft. Der Umsatz rund um den 31. Oktober liege normalerweise nach Schätzungen der Fachgruppe Karneval zwischen 50 und 100 Millionen Euro, sagte Verbandsgeschäftsführer Ulrich Brobeil. „Das Niveau der letzten Jahre wird kaum zu erreichen sein“, ergänzte er mit Blick auf den Verkauf von Kostümen in diesem Jahr. Das liege natürlich auch an den Warnungen, die einige Städte bereits ausgesprochen hätten.

Der ursprünglich US-amerikanische Brauch ist inzwischen auch in Deutschland weit verbreitet. Am Abend des 31. Oktober ziehen Kinder in gruseligen Kostümen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten.

Sarah Haferkamp