Letztes Update:
20201020111937

Berliner Senat verständigt sich auf Masken-Empfehlung

11:19
20.10.2020
Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen die Menschen in Berlin auch im öffentlichen Raum verstärkt eine Maske tragen. Der Senat verständigte sich am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf eine entsprechende dringende Empfehlung. Jede Person sei „angehalten“, dort Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wo ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht einzuhalten sei, hieß es. Das betreffe etwa Märkte, Einkaufsstraßen oder Warteschlangen. In überdachten Shoppingmalls soll die Maskenpflicht, die schon länger für Geschäfte gilt, auf die Gänge ausgeweitet werden.

Sarah Haferkamp

Region Hannover führt Maskenpflicht in Unternehmen ein

10:56
20.10.2020
Wegen der steigenden Corona-Zahlen führt die Region Hannover eine Maskenpflicht in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ein. Sie soll ab Donnerstag (22. Oktober) gelten, wie die Behörde mitteilte. Der Inzidenzwert der Region lag am Dienstag bei 36,1 Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Die Mund-Nasen-Bedeckung müsse nicht am eigenen Schreibtisch, aber auf den Fluren und Treffpunkten wie in der Küche getragen werden, erläuterte eine Sprecherin. Ausgenommen sind Schulen und Kitas, in denen weiterhin die bestehenden Hygienekonzepte gelten.

Die Region Hannover besteht aus 21 Gemeinden und hat 1,18 Millionen Einwohner. Die größte Gemeinde ist die Landeshauptstadt Hannover mit 543 000 Einwohnern. In Berlin gibt es bereits eine Maskenpflicht in Unternehmen, in Bremen bisher nur in öffentlichen Gebäuden und Gerichten. In Niedersachsen entscheiden darüber laut Gesundheitsministerium in Hannover bislang die kommunalen Gesundheitsämter.

Die Unternehmerverbände Niedersachsen begrüßten die Entscheidung der Region Hannover. „Deutschland und Niedersachsen können weder für die Gesellschaft noch für die Wirtschaft einen neuen Lockdown gebrauchen“, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Müller der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen investierten viel Zeit und Geld in Hygienekonzepte und Gesundheitsschutz. „Ohne Impfstoff sind wir auf Abstand, Handhygiene und Mundnasenschutz angewiesen, um Schließungen zu verhindern. Daher halten wir Masketragen in Unternehmen für sinnvoll. Das handhaben übrigens schon sehr viele Unternehmen genauso.“

Sarah Haferkamp

Hunderte Touristen müssen Berchtesgadener Land verlassen

10:54
20.10.2020
Die strikten Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Berchtesgaden haben am Dienstag auch Hunderte Feriengäste zur Abreise gezwungen. Die Berchtesgadener Land Tourismus schätzte die Zahl der Gäste, die in der Bergidylle rund um Watzmann und Königssee teils die Herbstferien verbringen wollten, auf knapp 2500. Der Sommer sei zwar für manche Beherbergungsbetriebe sogar besser gelaufen als das Vorjahr, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Aber: „Teilweise sind noch nicht mal die Schäden aus dem Frühjahr kompensiert.“ Der Lockdown hatte damals Hoteliers und Gastgebern schwere Einbußen gebracht.

Für die nächste Zeit gebe es nicht viele Stornierungen - denn die meisten Gäste hätten sich ohnehin mit langfristigen Planungen zurückgehalten. Wie sich die hohen Zahlen und die Ausgangsbeschränkungen dauerhaft auswirkten, hänge nicht zuletzt davon ab, „wie lange das dauert und wie groß der Imageschaden ist.“

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist im Landkreis von Dienstag 14.00 Uhr an nur noch mit triftigem Grund erlaubt. Es sind bayernweit die ersten Ausgangsbeschränkungen seit Monaten, sie gelten vorerst für 14 Tage. Am Montag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis bei 272,8. Sie gibt an, wie viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden.

Sarah Haferkamp