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20201016120513

Verfassungsschutz: Gesamte Behördenspitze mit Corona infiziert

12:05
16.10.2020
Die gesamte Führungsriege des Bundesamtes (BfV) für Verfassungsschutz ist mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde am Freitag auf Anfrage. Zunächst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Neben Präsident Thomas Haldenwang wurden demnach auch die beiden Vizechefs sowie einige Mitarbeiter positiv auf das neuartige Virus getestet.

„Die Amtsleitung führt die Dienstgeschäfte aus dem Homeoffice weiter“, hieß es vom BfV. „Die Arbeitsfähigkeit des BfV ist vollumfänglich sichergestellt.“ Schon zu Beginn der Pandemie habe die Behörde einen Krisenstab eingerichtet.

Am vergangenen Dienstag hatte das Bundesamt mitgeteilt, Haldenwang sei am Montag gestestet worden, der Test sei positiv ausgefallen. Neben Haldenwang wurde ein weiterer Spitzenbeamter des BfV positiv getestet. Der heute 60-jährige Haldenwang führt seit rund zwei Jahren den deutschen Inlandsnachrichtendienst.

Jan-Felix Jasch

Corona: Mehr als 1100 Bundespolizisten in Quarantäne

11:37
16.10.2020
 Bei der Bundespolizei befinden sich aktuell mehr als 1100 Beamte in Quarantäne. Unter den 1127 Bundespolizisten in Quarantäne sind 94 mit dem Coronavirus infiziert, wie eine Sprecherin des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam am Freitag bestätigte. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe über die Zahlen berichtet. Zu Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Bundespolizei durch die Ausfälle wollte die Sprecherin keine Auskunft geben.

Die Bundespolizei hat rund 51.000 Mitarbeiter und ist unter anderem für die Sicherheit an Flughäfen und Bahnhöfen zuständig. Aktuell helfen Bundespolizisten vermehrt dabei, die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn durchzusetzen.

Max Seidenfaden

Kultusministerium prüft Schulbetrieb nach den Herbstferien

11:28
16.10.2020
Angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage stellt das niedersächsische Kultusministerium die bisherigen Pläne für den Schulbetrieb nach den Herbstferien auf den Prüfstand. Mitte kommender Woche werde darüber informiert, ob es Änderungen gibt und wie es an den Schulen weitergeht, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag in Hannover. Geprüft werde derzeit, nach welchen Kriterien über das Unterrichtsszenario künftig entschieden wird und wo man die dafür erforderlichen Marken setzt. Auch das Einführen einer Maskenpflicht im Unterricht sei eine Option.

Neben dem Szenario A eines eingeschränkten Regelbetriebs, der bis zu den Herbstferien lief, hat das Ministerium auch Vorkehrungen für ein Szenario B mit einer Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause vorgesehen, wie es vor den Sommerferien der Fall war. Außerdem gibt es ein Szenario C mit lokalen oder landesweiten Schulschließungen. „Es ist im Prinzip alles offen“, sagte der Sprecher. Wenn irgend möglich, solle aber an einem Präsenzunterricht festgehalten werden.

Überarbeitet wird unterdessen der Rahmenhygieneplan für die Schulen, der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus vorgibt. Vor dem Start der Herbstferien seien rund 100 Schulen landesweit von Corona-Fällen betroffen gewesen, so der Sprecher.

Max Seidenfaden