Letztes Update:
20201013201229

Urteil: Kinder coronagefährdeter Eltern müssen zu Schule

14:41
13.10.2020
Schüler, deren Eltern zur Corona-Risikogruppe gehören, haben nicht automatisch Anspruch auf eine Befreiung vom Präsenzunterricht in der Schule. Das hat das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden. Die Schule dürfe die Befreiung ablehnen, wenn dort noch keine weitergehende Maßnahme zum Infektionsschutz angeordnet wurde, etwa wegen eines Corona-Falls bei einem Schüler, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Im konkreten Fall geht es um zwei Geschwister aus der 9. und 12. Klasse eines Braunschweiger Gymnasiums, deren Eltern der Schule ein ärztliches Attest vorgelegt hatten, wonach sie zur Risikogruppe gehören. Die Schule hatte die Befreiung unter Berufung auf eine Vorschrift des Kultusministeriums abgelehnt. Diese Vorschrift sei rechtlich nicht zu beanstanden, entschied das Gericht. Zudem habe die Schule schon eine Reihe von Corona-Schutzmaßnahmen umgesetzt.

Gegen die Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt werden.

Michael Rabba

Gesundheitsministerin ruft zu Arbeit im Homeoffice auf

14:09
13.10.2020
Wegen mehr Corona-Infektionen hat Niedersachsens Gesundheitsministerin die Unternehmen dazu aufgerufen, ihre Mitarbeiter wieder stärker von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Die Zahl der Pendler und der Beschäftigten, die täglich in den Unternehmen sind, nehme stetig zu, sagte die SPD-Politikerin Carola Reimann am Dienstag. „Deswegen rufe ich alle Unternehmen auf, die guten Erfahrungen der letzten Monate mit der mobilen Arbeit weiter zu nutzen.“ Die kommenden Wochen seien entscheidend, um die Entwicklung der Pandemie unter Kontrolle zu behalten. Deshalb sei es wichtig, die Zahl der Kontakte jetzt so weit wie möglich zu begrenzen.

Michael Rabba

Lübeck will Zahl der Weihnachtsmarktbesucher begrenzen

13:30
13.10.2020
Lübeck will die Zahl der Besucher der Weihnachtsmärkte in der Stadt begrenzen. Das gelte in erster Linie für den Markt, den sogenannten Sternenwald auf dem Schrangen und den Maritimen Weihnachtsmarkt auf dem Koberg, sagte die Sprecherin der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM), Doris Schütz, am Dienstag. Der gesamte Weihnachtsmarkt steht allerdings unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen. Er schließe nicht aus, dass der Weihnachtsmarkt kurzfristig abgesagt werde, sagte Bürgermeister Jan Lindenau.

Wie viele Besucher sich gleichzeitig auf den Flächen aufhalten dürften, wenn es die Märkte gibt, steht aber noch nicht fest. Die Beschränkung der Besucherzahlen ist Teil eines Konzeptes, das die LTM als Veranstalterin und die Hansestadt Lübeck für die selbsternannte Weihnachtsstadt des Nordens erarbeitet haben. Zuvor hatten die „Lübecker Nachrichten“ berichtet.

Das Konzept sieht den Angaben zufolge vor, die Abstände zwischen den Ständen zu vergrößern. Als Ausgleich dafür sollen Alternativflächen ausgewiesen werden. Gastrostände müssen in diesem Jahr auf Gasträume verzichten. Das Konzept liege jetzt zur Genehmigung beim Gesundheitsministerium in Kiel, das Ergebnis werde in der ersten Novemberwoche erwartet, sagte Schütz.

Welche Grenzwerte für eine eventuelle Absage des Weihnachtsmarkts gelten, lasse sich erst festlegen, wenn das Hygienekonzept vom Ministerium genehmigt worden sei, sagte ein Sprecher der Hansestadt.

Michael Rabba