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20201009170439

Städte- und Gemeindebund: Partyszene über Corona-Gefahr aufklären

17:04
09.10.2020
Der Städte- und Gemeindebund hat angesichts steigender Infektionszahlen in mehreren deutschen Großstädten mehr Aufklärungsarbeit in den sozialen Medien gefordert. „Die Gruppen, die wir erreichen wollen, das sind die Partyszenen, die schauen nicht ZDF und die schauen nicht ARD“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Den jungen Menschen müsste vor allem über den Weg der sozialen Medien klargemacht werden, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährdeten.

Aus Sicht Landsbergs sind es gerade die jungen Feiernden, die besonders zu den derzeit vielen Infektionen beitragen, wie er auch im RBB-Inforadio sagte. „Wir haben ja eins festgestellt: Es sind nicht die Schulen, es sind auch nicht Konzertveranstaltungen, es kommt immer aus diesen privaten oder halbprivaten Feiern, wo diese Infektionsherde entstehen. Das ist hochgefährlich.“

Max Seidenfaden

Kreis Cloppenburg verschärft Corona-Regeln ab Sonntag

16:41
09.10.2020
Angesichts zahlreicher neuer Corona-Fälle verhängt der Landkreis Cloppenburg neue Kontaktbeschränkungen. Von Sonntag an sind private Treffen zu Hause nur noch mit bis zu zehn Personen erlaubt, wie der Kreis am Freitag mitteilte. Auch in der Gastronomie gelte diese Obergrenze, lediglich zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten seien in öffentlichen Räumen bis zu 25 Teilnehmer möglich. Zusammenkünfte in Vereinshäusern, Dorfgemeinschaftshäusern und ähnlichen Einrichtungen werden untersagt. Im Handel müssen Einkaufswagen und Körbe nach dem Gebrauch desinfiziert werden.

Landrat Johann Wimberg teilte mit, die Ansteckungszahlen deuteten auf eine weitere flächendeckende Ausbreitung des Infektionsgeschehens hin und müssten sehr ernst genommen werden. Am Freitag gab es 41 neue bestätigte Corona-Fälle im Kreis Cloppenburg - ein besonderer Hotspot war dabei nach Angaben des Landkreises nicht zu erkennen. Nach Angaben des Landes lag Cloppenburg am Freitag mit 86,1 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche deutlich über dem als kritisch angesehenen Grenzwert von 50 Neuinfektionen.

Jan-Felix Jasch

Urlaubsverbot in Niedersachsen gilt für zwölf Regionen

15:38
09.10.2020
Für Menschen aus zwölf deutschen Regionen mit besonders vielen neuen Corona-Fällen wird der Urlaub in Niedersachsen schwieriger. Das Beherbergungsverbot, das von Samstag an den touristischen Reiseverkehr einschränken soll, gilt zunächst für die Kreise Cloppenburg und Wesermarsch sowie die Stadt Delmenhorst (alle Niedersachsen), die Stadt Bremen, das Land Berlin, die Städte Frankfurt am Main und Offenbach (beide Hessen), Hamm, Remscheid und Herne (alle NRW), Rosenheim (Bayern) und den Kreis Esslingen (Baden-Württemberg). Das teilte die Landesregierung am Freitag in Hannover mit.

„Für die niedersächsische Tourismuswirtschaft ist das ein herber Rückschlag in der gerade begonnenen Erholungsphase“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Die wegbrechenden Einnahmen würden daher mit bis zu zehn Millionen Euro ausgeglichen. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) betonte dagegen, dass das Beherbergungsverbot im Vergleich zu Quarantänevorgaben, wie sie für Einreisen aus dem Ausland gelten, „das deutlich mildere Mittel“ sei.

Jan-Felix Jasch