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Immer mehr Engländer ziehen in Corona-Krise aufs Land

10:53
08.10.2020
In der Corona-Krise ziehen Maklern zufolge immer mehr Engländer aufs Land oder an die Küste. Ein wesentlicher Grund dafür sei der Wunsch nach sozialer Distanz während der Pandemie, zitierte der britische Sender BBC am Donnerstag Tim Bannister vom großen Maklerunternehmen Rightmove. Aus einer kurzfristigen Entwicklung nach dem Lockdown im Frühjahr, den Großstädten den Rücken zu kehren, sei ein Trend geworden. In mehreren Dörfern und Kleinstädten, etwa in der Grafschaft Dorset im Südwesten, verdoppelte sich demnach die Nachfrage.

Die Immobilienpreise sind einer Studie zufolge in Großbritannien im September um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Es handele sich um das stärkste Wachstum seit Juni 2016 im Land, wie aus dem jüngsten Haus-Preis-Index hervorgeht. Der durchschnittliche Preis beträgt nun knapp 250 000 Pfund (etwa 275 000 Euro).

Max Seidenfaden

Hamburg überschreitet 35er-Inzidenz

10:30
08.10.2020
In Hamburg haben die Corona-Infektionen erstmals seit Mitte April wieder den sogenannten Inzidenzwert von 35 überschritten. Mit 125 neuen Ansteckungen am Donnerstag kletterte der von der Gesundheitsbehörde errechnete Wert auf 36,1, wie sie mitteilte. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner an. Am Mittwoch hatte er noch bei 34,1 gelegen.

Damit werden strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wahrscheinlicher. Diese sollen nach einer neuen Regel schon ergriffen werden, wenn der Inzidenzwert drei Tage lang über der 35er-Marke liegt, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte. Hamburg legt seit Ende September einen selbst errechneten Inzidenzwert zugrunde, nachdem es immer wieder zu Abweichungen mit dem vom Robert Koch-Institut (RKI) genannten Wert gekommen war. Auch am Donnerstag gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz für Hamburg nur mit 27,1 an.

Max Seidenfaden

Österreich hat mehr neue Corona-Fälle an einem Tag als je zuvor

10:16
08.10.2020
Die Zahl neu gemeldeter Corona-Fälle in Österreich hat erstmals die Spitzenwerte aus der Hochphase der Pandemie im Frühjahr überstiegen. Behörden zählten am Donnerstag 1209 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, 613 davon allein in Wien. Acht neue Todesfälle wurden seit dem Vortag gemeldet. Im Krankenhaus liegen 506 Covid-19-Patienten, 107 davon auf der Intensivstation.

Die Zahlen seien mit dem Frühjahr nicht vergleichbar, weil mehr getestet werde, betonte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Er nannte die Situation dennoch schwierig. Etwa 10 000 Menschen galten am Donnerstag österreichweit als aktiv erkrankt, mehr als doppelt so viele wie vor einem Monat.

Max Seidenfaden