In der Corona-Krise ziehen Maklern zufolge immer mehr Engländer aufs Land oder an die Küste. Ein wesentlicher Grund dafür sei der Wunsch nach sozialer Distanz während der Pandemie, zitierte der britische Sender BBC am Donnerstag Tim Bannister vom großen Maklerunternehmen Rightmove. Aus einer kurzfristigen Entwicklung nach dem Lockdown im Frühjahr, den Großstädten den Rücken zu kehren, sei ein Trend geworden. In mehreren Dörfern und Kleinstädten, etwa in der Grafschaft Dorset im Südwesten, verdoppelte sich demnach die Nachfrage.
Die Immobilienpreise sind einer Studie zufolge in Großbritannien im September um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Es handele sich um das stärkste Wachstum seit Juni 2016 im Land, wie aus dem jüngsten Haus-Preis-Index hervorgeht. Der durchschnittliche Preis beträgt nun knapp 250 000 Pfund (etwa 275 000 Euro).