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20201003135818

„Tag der offenen Moschee“ wegen Corona mit kleinerem Programm

09:06
03.10.2020
Zum Tag der offenen Moschee laden muslimische Gemeinden in Niedersachsen und Bremen an diesem Samstag zu Führungen, Vorträgen und Ausstellungen ein. Coronabedingt werden sich diesmal weniger Moscheen beteiligen, sagte Recep Bilgen, Vorsitzender des Landesverbandes der Muslime Schura. Das Rahmenprogramm falle in den meisten Gemeinden zudem kleiner aus. Einige bieten nur einen Live-Stream an. Das Motto 2020 lautet: „Glaube in außergewöhnlichen Zeiten“.

Besichtigt werden können Moscheen beispielsweise in Hannover, Braunschweig, Osnabrück und im Nachbarland Bremen. Aber auch in kleineren Orten wie Alfeld, Peine oder Syke gibt es Angebote, wie aus der Liste der Veranstalter hervorgeht. Sie empfehlen, sich vor dem Besuch bei den jeweiligen Gemeinden über das Programm zu erkundigen.

Max Seidenfaden

Zahl der Infektionen im Landkreis Vechta übersteigt kritischen Wert

08:16
03.10.2020
Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Vechta ist über den als kritisch betrachteten Wert von 50 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gestiegen. Dies war nach einem Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim erwartet worden. Nach Daten des Landesgesundheitsamtes liegt die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner bei 51,8. Gemeldet im Landkreis Vechta waren 727 Fälle, 46 mehr als am Vortag (Stand 3. Oktober, 9.00 Uhr).

Am Freitag hatte die Kommune mitgeteilte, dass in einem Heim 31 Bewohner und 19 Mitarbeiter positiv auf das neuartige Virus getestet worden waren. Ein für den 4. Oktober geplanter verkaufsoffener Sonntag in Vechta fällt aus - auch wegen der vielen Infektionen im benachbarten Landkreis Cloppenburg. Dort lag die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche bei 47,5. Gemeldet wurden 661 Fälle, 40 mehr als am Vortag.

Sarah Haferkamp

Überwiegende Zahl der Schulen trotz Corona in Betrieb

07:05
03.10.2020
Der überwiegende Teil der Schulen in Deutschland hat bis zum Start der ersten Bundesländer in die Herbstferien den Betrieb trotz Corona wie geplant aufrechterhalten können. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Kultusministerien der Länder und eine Auswertung aktuell zugänglicher Meldungen der Ministerien ergab, kommt es vereinzelt zwar zu deutlichen Einschränkungen für Tausende Schüler und Lehrer. Mit Blick auf die Gesamtzahl von rund 40 000 Schulen mit 11 Millionen Schülern und rund 800 000 Lehrern, sind die Zahlen dennoch vergleichsweise überschaubar.

Nach den aktuellsten zum Ende der Woche vorliegenden Daten der zuständigen Landesbehörden oder Kultusministerien der Länder, waren zuletzt knapp 40 000 Schüler und fast 4000 Lehrer wegen Infektionsfällen, Verdachtsfällen oder eigener Infektion in Quarantäne oder als Vorsichtsmaßnahme im Fernunterricht. Daneben meldeten Bundesländer, die keine Einzelzahlen zu Schülern veröffentlichen, insgesamt rund 700 Klassen oder Lerngruppen, die zuletzt nicht in der Schule waren. Komplett geschlossen waren den aktuellen Zahlen zufolge 23 Schulen.

Die Bundesländer erheben die Daten ganz unterschiedlich. Manche zählen Schüler und Lehrer in Quarantäne, manche erfassen die Zahl der Klassen oder Lerngruppen, die zu Hause unterrichtet werden, manche nur die Zahl der positiv Getesteten. Zudem werden die Daten in unterschiedlichem zeitlichen Abstand und zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben. Daher können bundesweit nur sehr grobe Aussagen getroffen werden.

Sarah Haferkamp