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20201001145156

Niedersachsen will private Feiern auf 25 Menschen beschränken

10:50
01.10.2020
Feiern in den eigenen vier Wänden sollen in Niedersachsen zum Schutz vor Corona auf maximal 25 Teilnehmer begrenzt werden. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil am Donnerstag in Hannover an. Die Vorschrift solle verbindlich und landesweit unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen im jeweiligen Kreis gelten, sagte der SPD-Politiker. Ausgenommen davon seien Partys im Freien. Steigt die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche in einer Region auf mehr als 50, sollen sich nur noch zehn Menschen zu Hause treffen dürfen.

Bisher sind Treffen zu Hause in Niedersachsen nicht beschränkt. Die vergangenen Wochen hätten aber gezeigt, dass private Feiern ohne Hygienekonzepte ein Risiko für neue Infektionsherde seien, erklärte Weil. Die allgemeine Obergrenze für Feiern in Restaurants soll dagegen von 50 auf 100 Menschen angehoben werden, da dort die Regeln besser eingehalten werden könnten. „Das Schutzniveau als solches halten wir, aber wir schichten um“, sagte Weil.

Jean-Pierre Fellmer

Firmen beantragten bisher 1,35 Milliarden Corona-Überbrückungshilfe

09:28
01.10.2020
Kriselnde Kleinunternehmen und mittelständische Firmen haben während der Corona-Pandemie bisher gut 103 000 Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt. Insgesamt wurden bis dato Hilfen von rund 1,35 Milliarden Euro beantragt, wie aus einer Übersicht des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. Die durchschnittliche Höhe der beantragten Förderung betrage etwa 13 400 Euro.

Damit wird das Programm, für das der Bund insgesamt 25 Milliarden Euro eingeplant hat, bisher nur zu einem kleinen Teil genutzt. Die Auszahlung der Gelder über die Länder lief zuletzt schleppend, auch weil das Verfahren komplex ist. Wegen der nur spärlich abfließenden Überbrückungshilfen hatte die Bundesregierung Mitte September nachgebessert. Bis zum 29. September wurden von den insgesamt rund 103 600 Anträgen etwa 62 500 bewilligt mit einem Fördervolumen von fast 871 Millionen Euro, wie aus der Übersicht hervorgeht. Sie lag dpa vor, zuvor hatte das Nachrichtenportal „The Pioneer“ berichtet.

Jean-Pierre Fellmer

Corona-Pandemie vermindert Zuwanderung nach Deutschland

08:16
01.10.2020
Die Corona-Reisebeschränkungen haben die Zuwanderung nach Deutschland gedrosselt. Nach vorläufigen Zahlen gab es im ersten Halbjahr 2020 rund 529 000 Zuzüge und 455 000 Fortzüge über die Grenzen Deutschlands, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zuzüge gingen demnach im Vorjahresvergleich um 29 Prozent und die Wegzüge um 22 Prozent zurück. Unter dem Strich seien 74 000 Personen mehr gekommen, als weggezogen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich die sogenannte Nettozuwanderung noch auf 167 000 Personen.

Während es im Januar und Februar nur geringe Unterschiede gab, lag die Zahl der Zuzüge zwischen März und Juni 2020 um 42 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zudem zogen 32 Prozent weniger Menschen fort. Neben den eingeschränkten Reisemöglichkeiten könnten auch wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie dazu geführt haben, dass geplante Zu- oder Abwanderungen verhindert oder verschoben wurden, erklärte das Bundesamt. Zugleich hinke möglicherweise die Erfassung hinterher, da auch Einwohnermeldebehörden Beschränkungen unterlagen.

Die meisten der Zugezogenen kamen im ersten Halbjahr aus dem europäischen Ausland, vor allem aus der EU. Mit deutlichen Abstand folgten Asien und Amerika. Europa war auch das häufigste Ziel der Auswanderer, es folgten auch hier Asien und Amerika.

Zudem wechselten weniger Menschen ihren Wohnort innerhalb Deutschlands: Im ersten Halbjahr 2020 wurden 435 000 Wanderungen über die Grenzen der Bundesländer registriert, zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die größte Abnahme registrierte das Bundesamt im März und April. Im Mai und Juni wurden dagegen die Vorjahreswerte fast wieder erreicht.

Jean-Pierre Fellmer